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Haigerloch "Hirsch" bekommt neue Wirtsleute

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Von einer Familie zur anderen (von links): Egon Schlotter, Sandra Henke übernehmen das Gruoler Gasthaus Hirsch von Hermann und Brigitte Knöll und deren Schwester Erika.Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Es war eine familiär geführte Wirtschaft und das soll auch in Zukunft so bleiben. Darin sind sich alle einig. Zum 1. Oktober übergeben Brigitte und Hermann Knöll den "Hirsch" in Gruol an Sandra Henke und ihren Vater Egon Schlotter aus Wittershausen.

Haigerloch-Gruol. Vor mehr als 20 Jahren, haben Brigitte (geborene Henger) und Hermann Knöll den "Hirsch" in Gruol von Rosa und Paul Henger – den vormaligen und inzwischen verstorbenen Hirsch-Wirten übernommen.

Das ist Brigitte Knöll gar nicht so schwer gefallen: obwohl das Elternhaus in Rosenfeld stand, sind sie und ihre Schwester Erika bei ihrer Tante und ihrem Onkel in Gruol aufgewachsen. Sie kannten also das Wirtshausleben und die Arbeit, die damit verbunden ist. "Wir haben uns immer verpflichtet gefühlt, die Wirtschaft weiterzubetreiben", erzählt Brigitte Knöll. Seither treiben sie, ihr Mann und ihre Schwester Erika die Wirtschaft um und der ganze Familienclan hilft mit.

Von 1996 bis 1998 wurde das Aussehen der Gaststube verändert. Sie erhielt eine freundliche Atmosphäre mit viel hellem Holz und bietet bis zu 45 Personen Platz. Auch Küche, Theke und die sanitären Anlagen wurden modernisiert.

Dass man im "Hirsch" freundlich umsorgt wird und gute schwäbische Küche auf den Teller bekommt, sprach sich schnell herum, Werbung war überflüssig. "Unsere Gästen kamen vom Heuberg und sogar aus Stuttgart", erzählt Brigitte Knöll stolz. Und so war die heute letzte Gastwirtschaft im Ort immer eine gute Adresse für Rentnertreffs, Wandergruppen, Jahrgänge oder den örtlichen Stammtisch. In dem Gasthaus wurden und werden auch viele Familienfeste, Geburtstage, Kommunionen, Konfirmationen oder Goldene Hochzeiten gefeiert.

Doch irgendwann muss halt Schluss sein, obwohl diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Aber Brigitte Knöll und ihr Ehemann, er hat vor seinem Zurruhesetzung bei der Lebenshilfe als Hausmeister gearbeitet, möchten auch noch etwas das Rentnerdasein genießen. "Auch mal auf Reisen gehen und Deutschland kennenlernen", meint Hermann Knöll.

Zunächst hieß es, der "Hirsch" schließt ganz, doch dann traten Sandra Henke und ihr Vater Egon Schlotter aus Vöhringen-Wittershausen auf den Plan. Vor etwa einem halben Jahr bei einem Brennholzgeschäft kam das Gespräch zufällig auf das Gasthaus in Gruol.

Beim 72-jährige Egon Schlotter und seiner Tochter war das Interesse schnell geweckt. Er ist gelernter Koch und hat sowohl in Hotels im Ausland gearbeitet als auch in der Fernküche der Gruoler Metzgerei Siedler. Bis zum Ruhestand war er viele Jahre Koch in der Großkantinen-Küche von Daimler in Sindelfingen. Auch im Sportheim in Wittershausen war er 20 Jahre lang aktiv. "Wie ein Gulasch gemacht werden muss, das weiß ich", lacht er selbstbewusst.

Schlotter – übrigens mit einer Trillfingerin verheiratet – traf bei seiner Tochter einen Nerv, als er mit ihr ernsthaft darüber sprach, ob sie mit seiner Hilfe das Angebot zur Pacht der Gastronomie nicht annehmen sollte. "Ich hatte schon immer den Traum, eine Wirtschaft zu übernehmen", erklärt Sandra Henke, "als ich die Tür zum Hirsch geöffnet habe, wusste ich, das ist es."

Obwohl die 44-jährige gelernte Raumausstatterin ist, hat sie ihr ganzes Berufsleben in der Gastronomie gearbeitet; sie war 20 Jahre lang als Bedienung im Horber Café Kipp tätig und bis jetzt im Café des Spiel- und Schreibwarengeschäftes Blass Erlebniswelt in Sulz.

Das Duo will die Wirtschaft ganz im Sinne der Besitzer fortführen: als Familienbetrieb und gutbürgerliche Gaststätte mit solider schwäbischer Küche und saisonalen Speiseangeboten. Die Montage und Dienstage sollen Ruhetage sein, aber mittwochs bis samstags wollen die beiden die Wirtschaft ab 16 Uhr öffnen und sonntags ab 10 Uhr. Sonntags will man außerdem nachmittags auch Kaffee und Kuchen auf die Speisekarte nehmen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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