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Haigerloch Helfende Hände aus Haigerloch

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Wenn sie sich am Montag, in den Flieger setzt, dann beginnt für 24-jährige Lena Heesen aus Stetten ein aufregendes Kapitel in ihrem Leben. Mindestens drei Jahre wird sie dann als Fachkraft in Tansania in der Behindertenarbeit tätig sein.

Haigerloch-Stetten. Ganz unbekannt ist ihr der Boden, den sie da betritt aber nicht. Die junge Stettenerin, die 2014 an der Hechinger Alice-Salomon-Schule in Abitur gemacht und in Würzburg Sonderpädagogik, Politik und Soziologie studiert hat, war schon einmal in Tansania. Und zwar zwischen Abi und Studium: Von 2014 bis 2015 hat Lena Heesen in einem Internat für behinderte Jugendliche in der Nähe der Stadt Moshi am Südhang des Kilimandscharo gearbeitet.

Nun geht es am Montag also vom Frankfurter Flughafen aus nach Iringa, eine 150 000 Einwohner zählende Stadt, die einige hundert Kilometer südlicher als Moshi liegt. Entsandt wird Lena dorthin von der Organisation "Christliche Fachkräfte International" (CFI), einem christlichen Entwicklungsdienst mit Sitz in Stuttgart.

Bei ihrer Tätigkeit ist Lena auf die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Kirchen, Schulen und Gesundheitsstationen angewiesen. In Zusammenarbeit mit ihnen und mit dem Rehabilitationszentrum "NeemaReha" in Iringa soll Lena ein Konzept der "Community Based Rehabilitation" entwickeln, um die Rehabilitation und Inklusion von Menschen mit Behinderung in ländlichen Regionen zu fördern. Ziel ist es, dass Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörige ohne Stigmatisierung in der Gesellschaft leben können, denn sie erleben im heutigen Tansania oft wenig Förderung und Wertschätzung.

Dazu gehören verschiedene Schritte, vom inklusiven Schulalltag für Kinder mit einer körperlichen Beeinträchtigung über den Zugang zum Reha-Zentrum in Iringa bis hin zur konkreten Hilfsmittelversorgung mit Rollstühlen, Sitz- oder Stehhilfen.

Die Vorfreude und Neugier auf das, was sie in Tansania erwartet, ist der Stettenerin anzumerken. "Während meines Freiwilligendienstes ist mir das Land schon ein Stück weit vertraut geworden. Ich bin schon sehr gespannt darauf, die Menschen vor Ort und auch meine Kollegen kennenlernen und in Sprache und Kultur tiefer einsteigen zu dürfen", meint Lena.

Seit Oktober hat sie an einem umfassenden Vorbereitungsprogramm des CFI teilgenommen. Acht Wochen lang wurde die 24-Jährige zum Beispiel an der Akademie für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (AIZ) in Bonn auf ihren Einsatz vorbereitet. Dort traf sie auf zahlreiche weitere Entwicklungshelfer, die wie sie in den folgenden Wochen und Monaten ihren Dienst im Ausland antreten werden.

Die Initiative für die Inklusionsarbeit ging von der Anglican Church of Tanzania aus. Die Kirche hat es sich schon lang zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit Behinderung zu unterstützen. So betreibt die Ruaha-Diözese, in der Lena arbeiten wird, bereits ein Gästehaus, welches ausschließlich von Menschen mit Beeinträchtigungen geführt wird sowie eine Werkstatt, in der Handarbeiten gefertigt und verkauft werden. Diese Angebote wurden durch den Aufbau des NeemaReha-Zentrums erweitert, an dem Menschen mit Beeinträchtigungen körperlich gefördert werden.

Durch Lenas Einsatz möchten die Kirche und das NeemaReha-Zentrum ihre Arbeit im ländlichen Raum ausweiten, um einen nachhaltigen Beitrag hinsichtlich der Chancen von Menschen mit Beeinträchtigungen zu leisten und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben.

Ihre Funktion als Beraterin für ländliche Rehabilitations- und Inklusionsarbeit nimmt Lena auch deshalb so ernst, weil sie dies als Aufgabe christlicher Nächstenliebe auffasst: "Jesus Christus selbst gibt uns ein Beispiel davon, was es bedeutet, sich um seinen Nächsten zu kümmern und ihn auf seinem Lebensweg zu begleiten."

Da Lena Heesens Arbeit nur zu 75 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird, ist sie auf Spenden angewiesen. Dafür, oder für die Arbeit von CFI allgemein kann Geld an die Evangelische Bank eG, IBAN DE13 5206 0410 0000 4159 01, BIC GENODEF1EK1 überwiesen werden (Verwendungszweck "Heesen, Tansania").

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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