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Haigerloch Haigerloch meets America fällt aus

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Es hätte so schön sein können, aber der im März geplante Reise von 24 Eyachtalschülern kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Man hofft auf den Herbst.Foto: Schäfer Foto: Schwarzwälder Bote

Am Mittwoch hat Präsident Donald Trump mit dem 30-tägigen Einreiseverbot für Europäer in die USA Fakten geschaffen. Als Konsequenz fällt jetzt die Reise von Acht- und Neuntklässlern in den Bundesstaat Washington an der Westküste aus.

Haigerloch. Seit 2014 betreibt die Eyachtalschule einen Schüleraustausch mit verschiedenen Schulen im Umfeld der Kleinstädte Bow und Burlington, nördlich von Seattle. Zwei Wochen lang besuchen dort Acht- und Neuntklässler der Eyachtalschule in der Regel den Unterricht an verschiedenen Schulen und leben in Gastfamilien. Bevor sie an die Westküste weiterreisen, verbringen die Jungen und Mädchen mit ihren Begleitlehrern zudem noch vier Tage in New York.

Doch das Abenteuer, das am 23. März, starten sollte, ist jetzt geplatzt wie eine Seifenblase. "Wir haben das fast befürchtet", bestätigte Schulleiter Bernd Heiner unserer Zeitung die Absage der Reise. Schon bevor am Mittwoch das Einreiseverbot in die USA verhängt worden sei, habe man sich Sorgen gemacht, ob der Austausch überhaupt zu Stande komme, weil Washington offenbar der amerikanische Bundesstaat sei, der am meisten von einer Ausbreitung des Corona-Virus betroffen ist.

Ihm tut es natürlich außerordentlich leid für die 24 Kinder, die jetzt nicht über den großen Teich fliegen können, schließlich haben sie sich fast ein ganzes Jahr lang auf die Reise vorbereitet und viele sind über Medien wie Instagram schon längst in Kontakt mit ihren Gastfamilien.

Als die Lehrer den Kindern im Unterricht die schlechte Nachricht mitteilten, sind wohl ein paar Tränen geflossen. Und auch die amerikanischen Gastgeber-Kinder reagierten über die sozialen Medien enttäuscht. Auch sie hatten sich auf den Besuch aus "Germany" gefreut.

Mit die größte Frage, welche die Eltern der betroffenen Kinder jetzt umtreiben dürfte: Was passiert mit den bereits im Voraus bezahlten Kosten? Für Flug- und Hostel-Unterbringung in New York wurden nämlich vierstellige Beträge überwiesen, allein die Flüge kosten jeden Teilnehmer rund 1200 Euro.

Laut Schulleiter Bernd Heiner sähe es im Moment gut aus, was die Erstattung der Flugkosten betrifft. Wie man das bereits fürs Hostel in New York bezahlte Geld zurückerstattet bekommt, klärt derzeit Peter Merz, einer der Begleitlehrer. Im schlimmsten Fall, so meint Schulleiter Heiner, würde nach seinem derzeitigen Kenntnisstand wohl das Land Baden-Württemberg einspringen. Zwar könne er die Erstattungs-Frage gegenwärtig nicht abschließend beantworten, meinte der Schulleiter, er versprach aber, die Eltern auf dem Laufenden zu halten.

Es sind aber nicht nur die Flug- und Unterbringungskosten, welche die Eltern treffen, sondern auch Ausgaben für Gastgeschenke wie zum Beispiel auf englisch geschriebene Kochbücher mit schwäbischen Rezepten oder Kuckucksuhren. Und dazu mussten für Handys der deutschen Kinder US-kompatible Sim-Karten oder auch Kreditkarten oder Bargeld für den täglichen Bezahlverkehr angeschafft werden. Das gab‘s alles nicht zum Nulltarif.

Allerorten also große Enttäuschung: Schulleiter Bernd Heiner hofft jedoch, dass der Austausch im Oktober nachgeholt werden kann. Wie sich die Corona-Krise bis dahin entwickelt, vermag er natürlich auch nicht vorherzusagen.

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