Der Einsatz hat sich gelohnt: 46 "Abigenten" vom Haigerlocher Gymnasium haben die Lizenz zum Studium in der Tasche. Foto: Fechter

Zehnter Haigerlocher Abiturjahrgang feiert im "C(abi)no Royale" die Erfolge an den Spieltischen der Schule

Von Birgit Fechter

Haigerloch. Die Lizenz zum Studium haben sie jetzt alle in der Tasche. Die Haigerlocher "Abigenten" feierten am Freitag ihren Hauptgewinn im C(abi)no Royale. Es war bereits der zehnte Abitursjahrgang am Gymnasium Haigerloch.

Gemäß ihrem Motto aus einem James-Bond-Film hatten die Abiturienten die Witthauhalle mit Chips und Spielkarten dekoriert. Und alle hätten mit ihren Outfits problemlos Einlass in die Casinos der Welt bekommen.

Durchs Programm führten ganz smart Tim Reisenauer und Phillip Arnhold. Schulleiterin Karin Kriesell griff in ihrer Premieren-Abirede das Spielcasino-Thema geschickt auf. "Rien ne va plus" heiße es jetzt für die Gymnasiasten, die Tinte auf der Lizenz sei bereits getrocknet. Sie dankte den Eltern, die ihre Kinder mit Geduld und Humor unterstützt und die Arbeit der Lehrer mal kritisch, mal konstruktiv begleitet hätten. Die Schüler hätten die Spielregeln von verschiedenen Croupiers erklärt bekommen und je nach Charakter darauf reagiert: Mal klug und besonnen, mal risikoreich und unberechenbar. Alle hätten jedoch in ihrer Schullaufbahn genügend Chips fürs Abitur gesammelt.

Den Schritt aus der Casino-Tür müssten sie jetzt alleine machen. Elternhaus und Schule hätten ihnen genügend gute Karten mitgegeben, und ihnen nicht nur Lernstoff, sondern auch Werte mitgegeben. Die nächste Runde im Spiel des Lebens könnten sie jetzt selber machen. Kriesell ermahnte die "Abigenten", den Zauber des Neubeginns zu nutzen.

Bürgermeister Heinrich Götz gratulierte den "46 Helden", die auch die brisante Abschlussszene im "C(abi)no Royale" gut gemeistert hätten. Dazu habe es keiner Wundertechnik bedurft, sondern dem eigenen Können und dem Einsatz der Eltern und Lehrer. Das Kapital, das die Abiturienten mitnähmen, befinde sich nicht in einem Geldkoffer, sondern in den Köpfen und Herzen. Jetzt würden neue Drehbücher geschrieben. Götz erinnerte die Abiturienten auch daran, dass die schönsten Dialoge und das beste Licht häufig mit der Heimatstadt zu tun hätte.

Die Abiturienten hatten ein witziges Programm vorbereitet, unter anderem eine Diaschau. Die Jungs legten außerdem eine filmreife Tanzeinlage auf die Bühne.

u Die Abiturienten­: Anika Bacher, Elias Bader, Ricarda Bongers, Marius Braitmaier, Robin Eger, Johanna Fischer, Deborah Kämmerling, Jana Karger, Reto Kolb, Ruben Lenz (alle Haigerloch), Nadine Albus, Elena Dehner, Maxine Hattler (alle Bietenhausen), Manuel Kost (Bittelbronn), Laura Jannasch, Lilly Schüch, Lukas Szomolay (alle Empfingen), Phillip Lukas Arnhold, Madeleine Gauss, Carolin Koch, Patrick Wiest, Peter Witzsche, (alle Gruol), Robin Haid, Laura Pfeffer, Felix Schellhammer, Lorena Schindler (alle Heiligenzimmern), Jochen Schmid (Höfendorf), Lena Dehner, Lukas Hinger, Michelle Kessler, Daniel Klaiber, Simon Schumacher, Louisa Sinz, (alle Owingen), Madeleine Gsell (Mühlheim), Maximilian Rath, Christian Woldert (beide Stetten), Tim Reisenauer, Philipp Stauß (beide Rangendingen), Vivien Faiß, Pia Haug, Marian Henle, Felix Kästle, Lea Pitzen, Jessica Sick, Fabian Wütz (alle Trillfingen), Marc Pfeiffer (Weildorf),

u Lob: Anika Bacher, Elena Dehner, Deborah Kämmerling, Jana Karger und Daniel Klaiber.

u Auszeichnungen: Deborah Kämmerling (Scheffelpreis), Michelle Kessler (Fremdsprachenpreis), Johanna Fischer (Sozialpreis), Laura Jannasch (Landeskirchlicher Paul-Schempp-Preis ).