Die Generalsanierung und der Vollausbau der Gruoler Straße ist eine der großen anstehenden Aufgaben in der Kernstadt. Die Baumaßnahme soll 2022 in Angriff genommen werden.Foto: Bäurle Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftsrat: Haigerlochs Ortsvorsteher Michael Ashcroft blickt auf Pandemie-Jahr 2020 zurück und wirft ein Blick in die Zukunft

Im Mittelpunkt der ersten Sitzung des Haigerlocher Ortschaftsrat im neuen Jahr stand der Jahresrückblick von Ortsvorsteher Michael A.C. Ashcroft, Das von ihm als "Jahr der Pandemie" bezeichnete 2020 beeinflusste auch die Arbeits des Ortschaftsrates.

Haigerloch. Nicht ohne Stolz verwies Ashcroft am vergangenen Donnerstag auf die gemachten Hilfsangebote seitens des Ortschaftsrates (Hilfe bei Einkäufen und wichtigen Besorgungen) im ersten Lockdown im März. Vor allem das Bereitstellen von Masken im vergangenen Frühjahr sei auf große Resonanz gestoßen. Auch während des zweiten Lockdowns ab November 2020 habe man hilfsbedürftige Bürger unterstützt.

Als politische Schwerpunktthemen nannte Ashcroft die Begehungen der Ober- und der Unterstadt durch den Ortschaftsrat und den Ortstermin auf dem Haigerlocher Friedhof. Vor allem bei der Friedhofsgestaltung wolle man am Ball bleiben, betonte er. Mittel für die nötigen Baumaßnahmen am Friedhof gebe es derzeit allerdings keine.

Auch mögliche Ansätze für eine positive Innenstadtentwicklung beschäftigen den Ortschaftsrat. Lob gab es von Ashcroft in diesem Zusammenhang für die Powerpoint-Präsentation der Landschaftsarchitektin Isabel David im September 2020 im Bürgerhaus. Damals wurden viele kreative Ideen vorgestellt. In diesem Zusammenhang werde man sich über eine mögliche Altstadtsatzung Gedanken machen müssen, blickte der Ortsvorsteher voraus.

Trotz der Schließung des Schlosscafés und des Privatmuseums "Alraune" gab es laut dem Haigerlocher Ortsvorsteher auch Positives zu vermelden, darunter die Renovierung und Neueröffnung des "Café Charlott". Auch der Dinnele-Wagen und das Café-Mobil auf dem Marktplatz seien über fast sieben Monate richtig gut angenommen worden. Diesen Erfolg habe man vor allem der Stadtverwaltung beziehungsweise dem Kulturamt zu verdanken, so Ashcroft. "So kommt Leben in die Unterstadt", freute er sich. Das Angebot soll laut ihm dieses Jahr fortgesetzt werden. Erfolgreich bemüht habe sich der Ortschaftsrat außerdem, gemeinsam mit dem neuen Eigentümer des ehemaligen Gasthaushauses Schlössle ein zusätzliches Café für die Kernstadt zu gewinnen.

Die Wiedereröffnung des Freibades im Mai nach der Sanierung und Modernisierung bezeichnete der Haigerloch Ortsvorsteher als "großen Meilenstein" und "ein rundum gelungenes Projekt".

Um aber die Stadt mit Leben zu füllen, bedarf es aus seiner Sicht an Menschen, und um diesen Haigerloch schmackhaft zu machen, benötige man Baugebiete.

Ihn persönlich beschäftige in diesem Zusammenhang speziell die Sanierung der Hohenbergstraße oberhalb der Firma Theben bis zum Beginn des Wohnbaugebiets. Die Stadtverwaltung habe ihr Hauptaugenmerk zunächst einmal auf die Instandsetzung der Gruoler Straße in der Oberstadt (an der Annakirche vorbei Richtung Friedhof) gelegt. Deren Vollausbau soll ab 2022 angegangen werden. An Gesamtkosten stehen hierfür rund 775 000 Euro für Straßenbelag und Gehwege, Abwasserkanal, Wasserleitung und Breitbandkabelausbau im Raum.

Auch wenn die Gruoler Straße eine wichtige Funktion erfülle, werde der Ortschaftsrat die Hohenbergstraße "weiter auf dem Zettel haben", so Ashcroft Ebenso sollte man sich aus seiner Sicht mit der Parksituation beim Hotel-Restaurant "Krone" befassen.

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