Der Metzgermeister und Landwirt Benjamin Beuter plant einen Offenstall für Kühe und Kälber oberhalb des Harter Schuppengebiets. Der Stall mit 965 Quadratmetern soll auf der Fläche links des Weges entstehen.Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Landwirtschaft: Ortschaftsrat Hart stimmt Baugesuch von Benjamin Beuter zu / Baustart soll in diesem Herbst sein

Grünes Licht für den Fleischermeister und Landwirt Benjamin Beuter: Auf einer Wiese zwischen den letzten Schuppen des Harter Schuppengebietes Hundsbühl und den Gewächshäusern der Gärtnerei Fechter darf er einen großen Viehstall bauen.

Haigerloch-Hart. Es ist ein Projekt, das Beuter schon seit einigen Jahren verfolgt und das nun durch einen Flächentausch möglich geworden ist. Bereits vor acht Jahren, so erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung, hat er direkt bei der elterlichen Metzgerei einen Stall für etwa 35 bis 40 Rinder gebaut. Doch die Kapazitäten dort sind ausgeschöpft, außerdem liegt der Stall relativ nahe zur angrenzenden Wohnbebauung.

Also lag es für Beuter nahe, zu vergrößern und einen neuen Laufstall für Kühe und Kälber etwas außerhalb des Dorfs aber nicht zu weit weg vom Betrieb zu bauen, zumal er als junger Landwirt damit in den Genuss einer Förderung durch das Regierungspräsidium Tübingen kommt, weil in dem neuen Stall natürlich auch verschiedene Aspekte des Tierwohls erfüllt werden.

Die Fläche, auf der der Stall entstehen soll, ist ideal. Denn sie ist nicht nur etwa 230 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt, sondern an sie schließen sich auch fünf Hektar Weidefläche an, die Benjamin Beuter gehören. Die Tiere – in der Ortschaftsratssitzung war von 40 Mutterkühen und 40 Masttieren die Rede – sollen nämlich im Sommer draußen sein.

Wie aus dem von Ortsvorsteher Thomas Bieger vorgestellten Baugesuch hervorgeht, soll die Halle etwa 35 Meter lang und 25 Meter breit werden. Die Firsthöhe des Gebäudes beträgt knapp über zehn Meter. Somit entsteht eine etwa 965 Quadratmeter große Nutzfläche. In das Gebäude integriert ist eine so genannte Bergehalle, in der Futter für das Vieh, Heu oder Stroh und Maschinen gelagert werden können. Die Entwässerung soll über eine 208 Quadratmeter große Sickergrube erfolgen.

Die Verlegung einer Trinkwasserleitung ist erforderlich, ebenso der Bau einer Abwasserleitung in Form einer Druckleitung, die in die Leitung im Friedhofsweg mündet. Die sei aber nicht dafür gedacht, Gülle abzutransportieren, sondern Abwasser aus einem Handwaschbecken für den Tierarzt oder einer Toilette, wie Benjamin Beuter im Ortschaftsrat erklärte.

Der Harter Rat stimmte dem Bauvorhaben zu. Die Nachbarschaftsanhörung ist ebenfalls eingeleitet. Bislang, so Ortsvorsteher Bieger, habe es keine Einwände gegeben.

Benjamin Beuter plant nun, im kommenden Herbst mit den Erdarbeiten zu beginnen und die Bodenplatte zu legen. Im nächsten Jahr soll dann der eigentliche Stallbau beginnen.

Die Tiere, eine Kreuzung aus Limousin- und Piemontenser Rindern und damit eine Fleischrasse, sind für den Eigenbedarf der Metzgerei Beuter bestimmt.

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