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Haigerloch G9 am Gymnasium kein Tabu mehr

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Vor seiner Sitzung im Bürgerhaus besichtigte der Gemeinderat das derzeit im Bau befindliche neue Schulgebäude mit Bautechniker Erich Hermle (rechts).. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Thomas Kost

Haigerloch. Sulz und Albstadt haben es, Hechingen will es. Die Konkurrenz der Standorte mit G9-Gymnasien ist groß und rückt näher. Deshalb erwägt auch das Gymnasium in Haigerloch die Rückkehr zu G9.

22 Gymnasien sind in einem ersten Schritt vom Land ausgewählt worden, damit dort die Gymnasiasten nach altem Muster in neun Jahren das Abitur machen können. 22 weitere Modellschulen sollen im nächsten Schuljahr noch dazu kommen. Und möglicherweise wird der Haigerlocher Gemeinderat die Weichen so stellen, dass in dieser zweiten Tranche auch das eigene Gymnasium dabei ist.

Zumindest die Schulleitung beschäftigt sich ernsthaft mit G9 nachdem dieses Thema zunächst einmal außerhalb jeglicher Diskussion war. Warum jetzt ein Sinneswandel eingetreten ist, begründeten Schulleiter Helmut Opferkuch und sein Stellvertreter Manfred Pfeffer am Dienstag im Gemeinderat.

"Als im März die Genehmigungsbescheide kamen, waren wir ein bisschen überrascht, dass die Gymnasien in Sulz und Albstadt dabei waren, weil sie die ursprünglich aufgestellten Kriterien eigentlich nicht erfüllen", erklärte Helmut Opferkuch.

Vor allem die Sulzer Rückkehr zu G9 hatte für das Gymnasium in Haigerloch Auswirkungen. Zwar keine dramatischen, aber ein klein wenig waren sie schon zu spüren. Dem Gymnasium seien eine Handvoll Schüler aus Empfingen abgesprungen, so Opferkuch. Was ihn, seinen Stellvertreter und das Lehrerkollegium aber viel mehr beschäftigt, sind Überlegungen am Hechinger Gymnasium ebenfalls zu G9 zurückzukehren. Hier fürchtet der Schulleiter das Entstehen einer Konkurrenzsituation im Hinblick auf das Schülerpotenzial aus Rangendingen. Würde Haigerloch G8 behalten und die Rangendinger deshalb in Zukunft wieder mehr in ein Hechinger G9-Gymnasium tendieren, könnte dies fürs Haigerlocher Gymnasium unter Umständen in der Zweizügigkeit enden.

Denn eines steht für den Schulleiter fest: Eltern ziehen G9 vor, wenn es angeboten wird und die Schule gut erreichbar ist. Das bestätigen ihm nicht nur die Erfahrungen an den jetzigen 22 G9-Modellschulen, sondern auch eine Umfrage zu Beginn des neuen Schuljahres unter Eltern in Haigerloch, Heiligenzimmern, Rangendingen und Empfingen. Die Rücklaufquote lag zwar nur zwischen 25 und 49 Prozent, nach Auffassung des Gymnasiumschefs ist diese Tendenz aber herauszulesen.

Bei einer Diskussion in der Schule ergab sich allerdings ein indifferentes Bild: Während die Gesamtlehrerkonferenz mit 23 Ja- zu 15 Nein-Stimmen für G9 votierte, stimmte die mit 13 Personen besetzte Schulkonferenz (sechs Lehrer, je drei Eltern und Schüler sowie der Schulleiter) mit sieben zu sechs gegen einen G9-Antrag, den nur die Stadt stellen kann.

Es gebe noch viel Informationsbedarf, meinte Bürgermeister Heinrich Götz, nachdem Helmut Opferkuch und Manfred Pfeffer gesprochen hatten. Deshalb schlug er dem Gemeinderat vor, dass zunächst der Schulausschuss das Thema für eine Gemeinderatsentscheidung detailliert aufarbeiten soll. Der Antrag auf Aufnahme in die zweite Runde der Modellschule muss erst am 1. Dezember gestellt werden.

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