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Haigerloch Fürs Obst war es ein perfektes Jahr

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In der Owinger Mosterei herrscht derzeit Hochbetrieb – und am Schluss jedes Mostvorgangs bleibt Trester fürs Vieh. Fotos: Lenski Foto: Schwarzwälder Bote

Der Herbst hat nun endgültig Einzug gehalten, die Äpfel sind reif und das bedeutet Mostzeit.

Haigerloch-Owingen. Es ist zwar noch früh an diesem Samstagmorgen aber die Mostpresse im Owinger Rathaus läuft bereits auf Hochtouren. Die Männer und Frauen des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins Owingen, welche die Mosterei im Erdgeschoss des Rathauses seit Jahren betreiben, sind bester Laune. Kein Wunder, die Ernte in diesem Jahr ist dank des tollen Frühjahrs und Sommers ergiebig.

Insgesamt 4000 Kilogramm Äpfel und Birnen wurden allein am Freitagnachmittag in Owingen gemostet, wie Carmen Welte-Ott vom OGV berichtet. Bis zum 6. Oktober ist die Mosterei laut ihr ausgebucht. Kunden kämen nicht nur aus Haigerloch und der Umgebung, sogar aus Albstadt und Sigmaringen.

Fünf Helfer vom OGV sind bei jedem Mosttermin vor Ort, so auch am Samstag, bei bestem Spätsommerwetter. Die Kundschaft ist bereits zahlreich vertreten, mit Äpfel oder Birnen, die offen im Anhänger liegen oder in Kisten oder Säcke gepackt sind. Alles wird zu Most oder haltbarem Saft verarbeitet.

Das Obst wird zunächst in einen großen Trog gekippt. Per Förderband, das erst letztes Jahr zur Arbeitserleichterung angeschafft wurde, geht es dann in die Waschanlage. Frisch gesäubert treten die Früchte schließlich über ein Schneckengetriebe die Reise ins Mahlwerk an, worin Äpfeln und Birnen zu Mus zermahlen werden.

In dicken Schläuchen geht der dann weiter zur Presse, wo Dietmar Wannenmacher die Einschlagtücher für den Pressvorgang mit der Maische aus dem Muser belegt. Mehrere Schichten legt der Moster mehrlagig übereinander, dazwischen immer wieder einen Holzrost. Sammy Fischer hilft ihm dabei. Eine Füllmenge beträgt bis zu acht Zentner, unter 100 Kilogramm wird nicht gepresst.

Gepresst wird mit einem Druck von 280 bar. 100 Kilogramm Äpfel ergeben in der Regel 60 Liter Saft. Vom Auffangbecken unter der Presse fließt die Flüssigkeit dann in Tanks, um letztlich als Most oder Apfelsaft den Rückweg mit seinem Besitzer nach Hause anzutreten.

Übrig ist jetzt nur noch der Trester, der Obstrest aus der Presse. Den entsorgt Andreas Beiter auf einen Anhänger. Er findet für die Winterfütterung der Tiere Verwendung.

Zum haltbaren Apfelsaft wird der Most bei Ralf Ott. Der zweite Vorstand des Vereins pasteurisiert den trüben Saft nämlich bei mindestens 78 Grad in der von ihm gebauten Pasteurisierungsanlage. Danach wird er in so genannte Bag-in-Box-Behälter abgefüllt. Seitdem der Apfelsaft in Boxen angeboten wird, habe man einen Auftragszuwachs von 300 Prozent erhalten, erklärt Carmen Welte-Ott.

Seit 2016 bietet der OGV übrigens eine Saftfilterung mithilfe einer Zentrifuge an, die einen Großteil der Trübstoffe (Satz) aus dem Saft, herausfiltert.

In der Mosterei im Owinger Rathaus wird noch bis zum Samstag, 10. November, gemostet und zwar immer freitags von 13.30 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr. Terminvergaben erfolgen über die Mosthotline 0152/03162430. Es kann nur die angemeldete Obstmenge verarbeitet werden.

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