So sieht die Baumgraburnenanlage unterhalb der Leichenhalle auf dem Owinger Friedhof auf. In ihren 20 Grabstellen ist Platz für 40 Urnen. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftsrat: Baumgraburnenanlage auf Owinger Friedhof so gut wie fertig / Gasleitung wird ausgebaut

Haigerloch-Owingen. Die kreisförmige Urnengrab-Anlage auf dem Friedhof bei der Weiler Kirche nimmt Konturen an. Derzeit wird sie von der Owinger Firma Raible & Schmocker Gartengestaltung angelegt.

 

Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder freute sich am Montag im Owinger Ortschaftsrat darüber, dass man der Bevölkerung neben Urnen-Reihengräbern, Urnen-Rasengräbern und den klassischen Gräbern eine weitere Bestattungsform anbieten kann. Binder: "Damit sind wir für jeden Bestattungswunsch gut aufgestellt."

In zwei Ringen entstehen in Owingen derzeit 20 Grabstellen, der innere Ring hat acht mit einem Deckel verschließbare Hülsen, der äußere zwölf. In jede dieser "Patronen" passen je zwei Urnen, die Anlage fasst also 40 Urnen. Wenn die Nachfrage entsprechend ist und die jetzigen Urnenlöcher einmal alle belegt sein sollten, können weitere Ringe um die beiden jetzigen gezogen werden, der Platz dafür ist vorhanden. Was im Moment noch angelegt wird, ist der gepflasterte zentrale Zuweg zu der Anlage Auch der Baum in der Mitte fehlt noch. Dort soll auf Empfehlung des Fronmeisters eine Blutbuche hin, da sie wenig Arbeit macht.

Binder gab weiter bekannt, dass die alte Gemeindeverbindungsstraße zwischen Stetten und Owingen jetzt auf 500 Meter mit einem frischen Belag versehen worden ist. "So schlecht der Belag war, so gut ist er jetzt", lobte der Ortsvorsteher die Ausführung der Arbeiten. Nachdem im Sommer bereits ein Teilstück in der Senke nahe Stetten gemacht wurde, soll der Rest der Straße im nächsten Jahr vollends saniert werden.

Vor dem Kindergarten wird eine Tempo-30-Zone mit einer auf den Zeitraum zwischen 7 und 16 Uhr beschränkten Geltung eingerichtet, diesem Wunsch des Ortschaftsrates entsprach die Verkehrsschau. Die Hinweisschilder werden jeweils rund 50 bis 80 Meter vor und nach dem Kindergarten aufgestellt.

Was geht mit der Gasleitung?, wollte ein Zuhörer wissen. Die Zeichen dafür, dass diese weiter ausgebaut und zunächst über die Hauptstraße bis ins Gewerbegebiet "Neue Äcker" weitergeführt wird, stehen laut Ortsvorsteher Binder gar nicht schlecht. Die Netze BW wolle den weiteren Ausbau und habe entsprechende Gelder frei gegeben. Deshalb geht Binder davon aus, dass die Gasleitung nächstes Jahr ausgebaut wird. Momentan endet die Leitung oberhalb des Kindergarten.

Weil die entsprechenden Genehmigungen noch nicht vorliegen, geht derzeit noch nichts bei der Sanierung der Brücke über den Dietenbach-Weiher voran. Deshalb bliebt die Querung weiter gesperrt. Dies ergab ein Vorort-Termin von Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder mit dem Haupt- und Bauamtsleiter der Stadt, Hans Martin Schluck. Diese Situation, so der Ortsvorsteher, sei für alle unbefriedigend. Die Querung wurde bislang nämlich von Wanderern, Spaziergängern oder auch Radfahrern gerne genutzt.

Kurz gesprochen wurde auch über die vom DRK und ASB gemeinsam geplante Rettungswache. Diese sollen als Container-Bauten auf dem Parkplatz gegenüber dem früheren Hartner-Gebäude entstehen, wie Ortsvorsteher Binder auf Nachfrage bekannt gab (wir berichten noch).