Viel Verkehr: Die Einmündung der Salinenstraße ist für den Ortschaftsrat Stetten ein neuralgischer Punkt, der im Zusammenhang mit einem Ausbau der B 463 unbedingt gelöst gehört.Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

B 463-Ausbau: Auch für den Ortschaftsrat Stetten ist die geplante Machbarkeitsstudie ein wichtiges Thema

Ähnlich wie den Ortschaftsrat Owingen hat die geplante Machbarkeitsstudie zu einem teilweisen dreispurigen Ausbau der B 463 auch den Ortschaftsrat Stetten hellhörig gemacht. Dessen Zielrichtung ist klar: "Vor einem Ausbau müssen erst die Hausaufgaben, die noch offen sind, gelöst werden", meint Ortsvorsteher Walter Stocker.

Haigerloch-Stetten. Die Hausaufgaben, von denen Stocker am Dienstag in der Ortschaftsratsitzung in der alten Schulturnhalle sprach, liegen seit Jahren auf dem Tisch. Der Einmündungsbereich der Salinenstraße in die B 463 bedarf einer neuen Gestaltung und einer intelligenten Ampelsteuerung, weil sich dort vor allem zu Berufszeiten der Verkehr zurückstaut.

Ebenso muss eine wie auch immer geartete Fortführung des Radweges am Salzbergwerk und den Bahnanlagen und Gleisen der SWEG vorbei bis zur Stunzachbrücke (Einmündung der L 360 von Haigerloch her) bewerkstelligt werden, denn der Radweg von Owingen her endet beim Bahnübergang. "Die Radwegeplanung läuft seit 2011 und es wurde noch immer keine Lösung gefunden", stellte Stockers Amtsvorgänger Konrad Wiget fest.

Dass ein punktueller Ausbau der B 463 auf drei Fahrspuren Vor- aber auch Nachteile mit sich bringt, liegt für Walter Stocker auf der Hand. Der geplante aber noch längst nicht beschlossene Ausbau, dient aus seiner Sicht in erster Linie dazu, die Unfallgefahr zu senken, da das ungeduldige Überholen von Lastwagen an unübersichtlichen Stellen minimiert werde.

Stettens Ortsvorsteher vermutet aber auch, dass man wegen des "seit Jahrzehnten blockierten" Ausbaus der B 27 in Richtung Tübingen eine alternative und leichter zu realisierende Querverbindung zwischen der Bundesstraße und der Autobahn A 81 schaffen wolle.

Als negative Konsequenz dieser Absicht rechnet Stocker jedoch mit einem steigenden Verkehrsaufkommen auf der B 463. Wo viel Verkehr sei, da steige auch die Belastung durch Lärm und Abgase, gab Ortschaftsrat Claus Teller zu bedenken.

Im Ortschaftsrat befürchtet man aber auch noch ein ganz anderes Problem: Wenn die Verbindung Richtung Balingen durch einen dreispurigen B 463-Ausbau – mutmaßlicherweise hinter Owingen bis etwa zum Kühlen Grund – noch attraktiver werde, dann nutzen womöglich auch mehr Fahrzeuge aus dem Raum Starzach, Hirrlingen und dem Neckartal den Weg über die Stettener Ortsmitte, um nach Balingen zu kommen, meinte Walter Stocker. Deshalb müsste man auch über einen Fahrbahnteiler am oberen Ortseingang von Trillfingen her nachdenken.

Auf jeden Fall will der Ortschaftsrat Stetten den weiteren Fortgang der Dinge in Sachen Machbarkeitsstudie genau im Auge behalten. Stocker hofft darauf, dass man in die weiteren Planungen und Diskussionen einbezogen wird. Man müsse die Chance haben, die eigenen Bedenken artikulieren zu können, so der Stettener Ortsvorsteher.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: