Der Geografiekurs des Gymnasiums Haigerloch erkundete ein Gelände, auf das die Öffentlichkeit normalerweise nicht hinkommt: Er war zu Besuch im Steinbruch der Firma Schneider im "Butzengraben". Rechts: Geschäftsführer Rainer Roth, der dem Kurs einen Geo-Koffer stiftete. Foto: Zopf Foto: Schwarzwälder-Bote

Geografiekurs des Gymnasiums erkundet Steinbruch im Haigerlocher "Butzengraben"

Von Sandra Zopf

Haigerloch. Der Steinbruch und das Schotterwerk der Firma Schneider im Butzengraben waren Ende März das Ziel einer Exkursion der beiden Geografiekurse der Kursstufe 1 des Gymnasiums.

Im Bildungsplan gibt es das Themenfeld "Nutzung, Gestaltung und Veränderung der Landschaft in der Region". Aus diesem Grund bot es sich an, den Rohstoffabbau in einem Steinbruch anzuschauen, den man sonst nur vom Vorbeifahren kennt. Die Führung der Gruppen übernahm der Geschäftsführer der Firma, Rainer Roth, selbst. Mit ihm zusammen verschafften sich die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Überblick über das Gelände und die verschiedenen Abbaustufen (Dolomit, Plattenkalk, Muschelkalk) und erfuhren auch, wie eine Sprengung abläuft.

Anschließend durften sie einen Blick in den sogenannten "Brecher" werfen, der die Steine zunächst grob zerkleinert und Rainer Roth erklärte auch die Weiterverarbeitung der Gesteine, sowie den Abtransport und die Verwendung der entsprechenden Produkte.

Oberhalb der Eyach konnte der Geografiekurs bereits Ansätze der Renaturierung früherer Abbaugebiete sowie die ehemalige Verladerampe für den Weitertransport der Produkte mit der Bahn betrachten. Zum Abschluss überreichte Geschäftsführer Roth den Lehrkräften einen "Geokoffer", den die Firma Schneider dem Gymnasium Haigerloch als Geschenk überlässt.

Der Geokoffer, der vom Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg herausgegeben wird, informiert über Entstehung, Gewinnung und Verwendung heimischen Rohstoffe und ist für den Unterricht an Schulen konzipiert. Am Gymnasium kann er in den Klassenstufen 6 und 10 sowie in der Kursstufe eingesetzt werden. Er ermöglicht den Schülerinnen und Schülern das Begreifen des Themas im wahrsten Sinn des Wortes.

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