Nach Erfolg von "Haag von Sinnen" wollen Schulen weiter mit Haus der Geschichte arbeiten

Haigerloch. (tk) Realschule, Gymnasium und Haus der Geschichte Baden-Württemberg gehen eine Partnerschaft ein. Die Initialzündung für diese Kooperation gab das viel beachtete Projekt "Haag von Sinnen" im vergangenen Jahr.

Unter der Leitung von Grit Keller vom Haus der Geschichte hatten im Juli 2013 rund 40 Schüler jüdische Stadtgeschichte aufgearbeitet und ein Event im ehemaligen jüdischen Wohnviertel Haigerlochs inszeniert, für das sie viel Lob bekamen. Mit informativen und unterhaltsamen Beiträgen und vor allem mit Projektionen alter Bilder auf Hauswände gelang es ihnen damals, ein Stück Geschichte auf außergewöhnliche Art und Weise wieder aufleben zu lassen.

"Das war eine gute Erfahrung, alle Schüler haben sich voll und ganz mit dem Projekt identifiziert", lobte Rainer Schimpf, Kurator der Dauerausstellung "Spurensicherung" in der ehemaligen Haigerlocher Synagoge am Dienstag (siehe obigen Bericht) die Aktion. Auch Bernd Heiner, Chef der Realschule gab sich bei der Feierstunde in der Synagoge noch ganz begeistert. "Wir waren damals alle geflasht, das war ein ganz tolles Projekt", beschrieb er prägnant seine Eindrücke von dieser lauen Sommernacht kurz vor Ferienbeginn. Noch heute würden Schüler mit leuchtenden Augen über die Sache reden.

Und deshalb soll das "Haag von Sinnen" keine Eintagsfliege gewesen sein, sondern etwas, an dem man anknüpfen will. Denn auch in Zukunft soll es ähnliche Projekte geben: Alle mit dem Ziel, dass sich junge Menschen auf lebendige Art und Weise mit der Geschichte ihrer Heimatstadt beschäftigten.

Rainer Schimpf, vom Haus der Geschichte und die Schulleiter Bernd Heiner und Karin Kriesell unterzeichneten deshalb eine Partnerschaftsvereinbarung, die den Rahmen für künftige gemeinsame Arbeiten vorgibt.

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