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Haigerloch Das Licht der Kerze ein Symbol für Hoffnung

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Kerzenmeister Berthold Schwarz mit der entzündeten Jahrtagskerze. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder Bote

Haigerloch-Trillfingen. Unter außergewöhnlichen Umständen feierte die Schäferzunft Trillfingen am gestrigen Montag ihren 244. Jahrtag. Statt in der kleinen Wendelinskapelle fand das Seel- und Lobamt in der Valentinskirche statt. Genauso wie die anschließende Rechnungsabhör. Auf das traditionelle Gabelfrühstück und den Unterhaltungsabend verzichtete man gleich ganz.

Und selbst in der großen Pfarrkirche musste man Einschränkungen akzeptieren. Nur jede zweite Kirchenbank-Reihe durfte besetzt werden, die Lieder wurden vom Pfarrer nur angesungen und danach gebetet. So auch das von Heinz E. Hennige getextete und von Karl Müller vertonte "Wendelinslied", das immer am Ende erklingt.

Aufgrund dieser Umstände und vermutlich auch wegen der wieder steigenden Zahl an Corona-Infektionen waren nur 18 Personen zum Seel- und Lobamt in die Valentinskirche gekommen. Schäferzunftmeister Martin Beuter nahm die Situation hin, wie sie war. Traurig war er natürlich darüber, dass der Schäferjahrtag aus Platzgründen nicht in der Wendelinskapelle stattfinden konnte. Froh darüber, dass die seit 244 Jahren währende Tradition überhaupt gefeiert werden durfte. Das sei gerade in Zeiten wie diesen wichtig, denn der Heilige Wendelin stehe für den Schutz von Mensch und Tier vor Seuchen und Unheil. Und diesen Brauch der Alten wolle man unbedingt erhalten.

In seinem Rückblick hob Beuter hervor, dass die Zahl der Mitglieder in der Schäferzunft in den Jahren 2018 und 2019 um 21 Prozent gewachsen sei, was ihn sehr freute. Die Schäferzunft zählt laut ihm aktuell 145 Personen, davon 92 aus Trillfingen und 53 von auswärts. Beuter berichtete auch über den vergangenen Jahrtagsabend mit dem tollen Auftritt des Brock-Terzetts im Vereinsheim und gedachte der jüngst verstorbenen Zunftmitglieder Hans Hipp und Erich Biesinger aus Hart. Der erst im Herbst 2019 beschlossene Jahresbeitrag von fünf Euro werde aufgrund der Umstände dieses Jahr noch nicht erhoben sondern bleibe bei 2,50 Euro. Der Kassenstand der Zunft ist trotz der Gage für das Brock-Terzett weiter positiv.

Auch Pfarrer Dieter Mayer ging während des von Karl Müller mit Orgelmusik umrahmten Seel- und Lobamtes auf die derzeitigen Einschränkungen ein. Dass man den Gottesdienst überhaupt feiern könne, sende ein Zeichen der Hoffnung aus – und zwar in Form der von Günter Gaus gestifteten und von Heidi Wimmer verzierten Jahrtagskerze. Bevor diese von Kerzenmeister Berthold Schwarz entzündet wurde, bekam sie von Pfarrer Mayer die Weihe.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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