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Haigerloch Das Konzertjahr ist nicht ganz kaputt

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Die Hanke Brothers, das sind vier hoch veranlagte junge Musiker, die ständig neue Ideen im Kopf haben. Eine Kostprobe ihres Könnens geben sie mit dem Programm "Elements" am Sonntag, 20. September, im Bad Imnauer Fürstensaal ab.Foto: Pewal Foto: Schwarzwälder Bote

Ein von der Corona-Krise schwer gebeuteltes Schlosskonzert-Jahr neigt sich fast schon wieder dem Ende zu. Bisher konnte kein einziges Konzert stattfinden, aber jetzt taucht ein Hoffnungsschimmer zu.

Haigerloch. Denn wenn es nicht zur "zweiten Welle" mit neuerlichen Restriktionen fürs gesellschaftliche Leben kommt, dann sollen bis zum Jahresende wenigesten noch drei der neun geplanten Konzerte stattfinden. Vor wenigen Tagen hat die Ludwigsburger Schlossfestspiele GmbH bekannt gegeben, dass das auf Sonntag, 20. Juli, terminierte Konzert mit den Hanke Brothers im Bad Imnauer Fürstensaal stattfindet.

Dies bestätigt auch Roland Trojan, Schriftführer des Freundeskreises der Haigerlocher Schlosskonzerte. Er war diesbezüglich schon in Kontakt mit der Leitung des Hotels Fürstenhof in Bad Imnau. Unter der Berücksichtigung derzeitiger Hygiene- und Abstandsvorschriften, ist es möglich, im Fürstensaal 99 Personen unterzubringen. Und da die Hanke Brothers ein Instrumental-Ensemble und kein Chor sind, will man den Versuch wagen –­ und hofft darauf, dass auch das Publikum keine Berührungsängste zeigt.

Danach soll es noch zwei weitere Schlosskonzerte geben. Nachgeholt werden soll das im Mai ausgefallene Konzert mit Rudolf Guckelsberger (Erzähler und Rezitator) und Barbara Gräsle (Gitarre) mit dem Titel "Sternenweg". Guckelsberger und Gräsle wollten seinerzeit in der Annakirche eine musikalisch-literarische Reise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela unternehmen. Der Auftritt der beiden soll nun am Tag der Deutschen Einheit, Samstag, 3. Oktober, nachgeholt werden. Trojan muss sich zur endgültigen Terminfestlegung aber noch mit dem Pfarrbüro der Seelsorgeeinheit Eyachtal – Haigerloch St. Anna abstimmen.

Und auch das letzte Konzert in der diesjährigen Reihe am Samstag, 28. November, soll stattfinden. Zu Ehren des im Juni 2019 verstorbenen Künstlers Karl Hurm – er wäre dieses Jahr 90 geworden – gibt es in der Galerie "Die Schwarze Treppe" eine Ausstellung. Diese wird flankiert von einem Konzert des "Trio Curioso", das in der Annakirche Kammermusik präsentiert.

Definitiv nicht stattfinden wird das eigentlich jetzt anstehende Schlosskonzert am Sonntag, 2. August, in der Trillfinger Wendelinskapelle. Dort wollte Ingeborg Schubert aus Hamburg auf der einzigartigen 250 Jahre alten Kirchenorgel spielen, begleitet von Hans-Georg Kramer auf einer raren Diskantviole des Tiroler Geigenbauers Jakob Stainer. Doch wegen der geltenden Abstandsregeln, hätte man in der kleinen Kapelle kaum ein Dutzend Zuhörer zulassen können. Trojan: "Das macht keinen Sinn."

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Dieses außergewöhnliche Konzert soll laut dem Freundeskreis-Schriftführer im nächsten Mai oder Juni nachgeholt werden. Das gilt auch für die anderen dieses Jahr ausgefallenen Konzerte – vorausgesetzt, die Auftritte passen in den Tourneeplan der Künstler, Künstlerinnen und Ensembles. Roland Trojan: "Als Verein spüren wir da ein Verpflichtung gegenüber den Ensembles und deshalb haben wir ihnen das angeboten."

Die Hanke Brothers das sind David Hanke (Blockflöte), Lukas Hanke (Bratsche), Fabian Hanke (Tuba) und Jonathan Hanke (Klavier). Und weil es so schön passt, greift das hochtalentierte Quartett in seinem jüngsten Projekt die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft auf. Oliver Davis, britischer Komponist und Namensgeber für "Elements", hat den vier Naturelementen ein musikalisches Gewand gegeben. Das Wechselspiel der Instrumente lässt Feuer, Wasser, Luft und Erde in furiosen Klangbildern aufleuchten. Dazu gesellt sich "Plasma – das fünfte Element". Dieses Werk stammt von Stephan Boehme, Freund und Mentor der Brüder. Das Werk entführt mit sphärischen Klängen in schier grenzenlose Räume.

Das Konzert im Kursaal findet in Kooperation mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen statt und wird von der Theben AG gesponsert. Es beginnt um 19 Uhr. Karten sind für 16, 21 und 26 Euro erhältlich. Im Vorverkauf gibt es sie im Kultur- und Tourismusbüro der Stadt Haigerloch, Telefon 07474/697-27; E-Mail: tourist-info@haigerloch.de. Karten gibt es aber auch direkt bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen im Kartenbüro im Palais Grävenitz, Telefon 07141/939-636. E-Mail: karten@schlossfestspiele.de

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