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Haigerloch "Auf Hirschen" soll der zweite Schritt erfolgen

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Das Baugebiet "Hirschen II" in der Konzeption, wie sie am Donnerstag im Gruoler Ortschaftsrat vorgestellt wurde. 58 neue Wohneinheiten könnten dort entstehen. Planskizze: Büro Gfrörer Foto: Schwarzwälder Bote

Gruol braucht Bauplätze! Vor ein paar Jahren war das noch ein echter Hilferuf, jetzt scheint sich die Situation mehr und mehr zu entspannen. Zu den 32 Bauplätzen im Gebiet "Hirschen I" sollen nämlich in einem neuen Baugebiet "Hirschen II" 58 weitere Wohneinheiten dazukommen.

Haigerloch-Gruol. Haupt- und Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck war am Donnerstag extra in den Gruoler Ortschaftsrat gekommen, um das zu präsentieren, was der Haigerlocher Gemeinderat erst im Dezember auf den Tisch bekommt. Dann soll dieser die Aufstellung eines Gruoler Baugebietes beschließen.

Tatsächlich drängt die Zeit ein bisschen, deshalb durfte sich der Gruoler Ortschaftsrat die ersten Planungen exklusiv schon jetzt im November ansehen. Denn auch dieses Baugebiet soll wie seine Artgenossen "Hinter Gärten II" in Hart und "Schopfloch" in Stetten nach dem Paragrafen 13B im beschleunigten Verfahren ohne vertiefende Umweltprüfung aufgestellt werden. Und um auf diesem von der Landesregierung ermöglichten Zug aufspringen zu können, ist ein Aufstellungsbeschluss bis zum Stichtag 31. Dezember 2019 erforderlich. Eine Erschließung von weiteren 2,5 Hektar Wohnbaufläche Auf Hirschen ist auch deshalb möglich, weil der frühere Gruoler Ortsvorsteher Otto Maier in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung schon vor Jahren den Flächenaufkauf in die Wege geleitet hat und alle für die Erschließung benötigten Grundstücke in städtischem Besitz sind.

"Hirschen II" schließt nach den Erläuterungen von Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck ziemlich nahtlos ans Baugebiet "Hirschen I" an. Auch die verkehrliche Erschließung der Bauplätze erfolgt als konsequente Fortsetzung der bisher vorhandenen Straßen Schießmauerweg und Erwin-Pfister-Weg.

Um die Vorgabe einer Populationsdichte von 65 Einwohnern pro Hektar zu erfüllen, sind am nördlichen Rand von "Hirschen II" zwei Grundstücke für die Bebauung mit dreigeschossigen Häusern vorgesehen, darunter folgen Plätze für sechs Einheiten mit Doppelhaushälften. Am südöstlichen Rand des Baugebietes sollen grüne Flächen als Pufferzone Regenwasser aufnehmen oder es zu einer Retentionsmulde weiterleiten. Auch der Wasserdruck in diesem Gebiet ist dank der jüngst gebauten Druckerhöhungsanlage "kein Thema mehr" (Schluck).

Eine kleine Besonderheit gibt es allerdings auch in "Hirschen II" zu beachten. Die bereits an der nördlichen Grenze gepflanzten Obstbäume müssen etwas versetzt werden, ansonsten lägen sie laut Hans-Martin Schluck mitten im Baugebiet. Weil die Bäume noch jung sind, dürfte es kein Problem sein, sie auszugraben und zu verpflanzen.

Gruol kommt im Idealfall als einziger Haigerlocher Teilort in den Genuss von zwei Baugebieten, die nach Paragraf 13B erschlossen werden können. Denn neben "Hirschen II" treibt die Stadtverwaltung parallel die Planung für die "Kreuzbreite" voran. Dort müssen zwar noch Grundstücksaufkäufe verhandelt werden, aber, so Bauamtsleiter Schluck: "Wir arbeiten daran."

Doch es gibt einen Punkt, den der Ortschaftsrat beseitigt sehen will. Weil in Gruol noch so viele Bauplätze hinzukommen, wird zur Entlastung der Ortsmitte bekanntlich von der Kreisstraße nach Weildorf her eine neue Zufahrt nach "Auf Hirschen" gebaut. Die zuständigen Behörden beabsichtigen aber offenbar, diese Straße durch die Kreuzbreite zu führen, was im Gruoler Rat auf Unverständnis stößt. Eine stark frequentierte Zufahrtsstraße durch ein Wohngebiet mindere die Wohnqualität dort, monierte CDU-Gemeinderat Alexander Siedler.

Bis auf diesen Punkt war man im Gremium mit den Planungen für "Hirschen II" aber höchst zufrieden und stimmte dem Entwurf zu.

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