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Haigerloch Angst vor Verlust eines Naherholungsgebietes

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So weit sind die Abstände der geplanten Windkrafträder zur Ortschaft Stetten. Von links: Ortsvorsteher Konrad Wiget und seine Stellvertreter Walter Stocker und Karl-Heinz Schneider mit Plänen, die die Lage eines möglichen Windenergieparks auf der "Hohwacht" zeigen. Foto: Kost Foto: Schwarzwälder-Bote

Ginge es ausschließlich nach der Meinung des Ortschaftsrates Stetten, dann würden die jetzigen Pläne für Windenergienutzung auf der "Hohwacht" und im "Gäble" in der Schublade verschwinden.

Haigerloch-Stetten. Einstimmig sprach sich das Gremium in seiner Sitzung am Montagabend gegen die Ausweisung eines "Vorrangebietes (VRG) aus, das eine Nutzung von Windkraft im Waldrücken zwischen Haigerloch, Grosselfingen und Rangendingen erlauben würde. Zumindest will der Ortschaftsrat das Gebiet nicht in der aktuellen Form haben, in welcher der Regionalverband Neckar-Alb zehn bis 15 Windrädern auf der "Hohwacht" für denkbar hält.

Reihum brachten die Ortschaftsräte ihre Argumente gegen solche Planspiele vor. Der Tenor hätte klarer nicht ausfallen können: Windenergie prinzipiell ja, aber bitte nicht in diesem Umfang in diesem Gebiet.

"Ich sehe den Sinn nicht, warum dieser Standort für Windkrafträder ausgewiesen werden soll, wo dort doch so viele Hindernisse da sind", sagte Ortschaftsrat Edgar Lohmüller, der sich als letzter äußerte und damit zusammenfasste, was schon die anderen Ratsmitglieder vor ihm in ähnlicher Weise zum Ausdruck gebracht hatten.

Diese Haltung kam im mit Windkraftkritikern besetzten Publikum gut an. Wegen der Brisanz des Themas hatte man die Ortschaftsratsitzung wieder einmal vom Rathaus in das wesentlich größere Untergeschoss der Werkrealschule verlegt. Dort versammelten sich ähnlich viele Leute wie vor Wochen, als es an der selben Stelle um Gerüche aus dem Salzbergwerk ging.

Alle, die sich zu Wort meldeten, wiederholten im Wesentlichen die Argumente, die man bereits bei den Versammlungen der Bürgerinitiative "GegenWind Hohenzollern" vernommen hatte. Man zweifelt daran, dass die Windstärke auf der "Hohwacht" für einen rentablen Betrieb von Windrädern ausreicht, man hat große Bedenken gegen damit verbundene Eingriffe in die Natur (Gefahr für Grundwasser und Mikroklima und seltene Tierarten, Zerstörung eines Naherholungsgebietes, Erdbebengefahr) und man sieht eine Beeinträchtigung der Menschen (Infraschall, Eis- und Schattenwurf). Nicht zuletzt fürchtet man eine Minderung der Immobilien- und Grundstückspreise.

Unter all diesen Kritikpunkten führte Klaus Pfeffer – schon in der Initiative Bürger informieren Bürger (BiB) aktiv – noch eine spezielle Stettener Sicht der Dinge ins Feld: "Wir haben eine Tag und Nacht rauschende Bundesstraße als meistbefahrenen Autobahnzubringer. Wir haben eine Müllkippe im Bergwerk und bald auch eine auf der Erddeponie. Und wir haben ein einziges Naherholungsgebiet das jetzt auch noch vernichtet werden soll."

Der Ortschaftsrat will nun alle gesammelten Einwände in eine Stellungnahme gießen, über diese bei seiner nächsten Sitzung am 9. Mai abstimmen und sie dann an den Regionalverband weiterleiten.

Vielleicht hat die Stellungnahme eines Ortschaftsrates größeres Gewicht als Partikularstimmen, dennoch wies Ortsvorsteher Konrad Wiget darauf hin, dass prinzipiell jeder seine Einwände gegen das Vorranggebiet schriftlich bis zum 31. Mai beim Regionalverband Neckar-Alb einreichen könne.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Haigerloch

Thomas Kost

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