Im Vorfeld des Abistreichs am Gymnasium gab es Ärger. Foto: Fechter

Schulleitung zieht nach Sachbeschädigungen Reißleine. Nach den "abilympischen Spielen" ist wohl Schluss.

Haigerloch - Dieses war der letzte Streich. Im Vorfeld des Abi­streichs am Mittwoch kam es auf dem Schulgelände zu Sachbeschädigungen. Schulleiterin Karin Kriesell zeigte sich darüber enttäuscht. Im kommenden Jahr soll es deshallb laut ihr am Haigerlocher Gymnasium keinen Abi­streich mehr geben.

So wurden Wände beschmiert, das Abi-Denkmal des ersten Abitursjahrgangs in Haigerloch beschädigt und Schulmöbel aus den Klassenzimmern geholt. Dies habe eindeutig gegen vorher getroffene Abmachungen verstoßen, so Schulleiterin Kriesell.

Am schlimmsten sei aber, dass in der vorigen Nacht auf dem Dach des so genannten Achterbaus ein Zelt aufgebaut ohne jegliche Absicherung ein Zelt aufgebaut wurde. "Was da hätte passieren können, will ich mir gar nicht vorstellen", so die Schulleiterin, "vor allem nach den Erfahrungen mit dem Gruoler Fenstersturz an Silvester".

Nicht für alles so Kriesell, müssten die Abiturienten verantwortlich sein, aber die Beschädigungen seien nun mal im Vorfeld des Abistreichs passiert.

Die Schüler ließen sich den Abistreich von den Vorkommnissen nicht vermiesen. Das wäre auch schade gewesen, denn sie hatten sich mit der Organisation viel Mühe gegeben.

Unter dem Motto "Abi- lympia – Wir sind Gold wert" – ließen sie auf dem oberen Sportplatz die Lehrer getreu des Abi-Mottos zu sportlichen Wettkämpfen antreten: Tauziehen, Sackhüpfen mit Wasserglas, oder Fackellauf standen auf dem Programm. Beim "Lattenschießen" zeigte sich, dass auch Lehrer nicht immer richtig zuhören, denn kein einziger zielte auf die Latte, dafür war mancher satte Schuss ins Tor oder weit darüber hinaus zu bewundern. Besonders schwierig das Spiel, bei dem es galt, Äpfel mit den Zähnen aus einem mit Wasser gefüllten Kübel zu fischen.

Wasser spielte überhaupt eine wichtige Rolle bei den abilympischen Spielen. Gespritzt wurde auf alles was sich bewegte, nicht nur aus Wasserpistolen, sondern auch aus Schläuchen, Kübeln und Eimern. So dürften nicht nur die Lehrer, sondern auch zahlreiche Schüler den restlichen Unterrichtstag ziemlich begossen erlebt haben, obwohl die Spiele beendet waren, bevor der große Regen einsetzte.

Alle 36 angetretenen Abiturienten haben übrigens die schriftlichen und mündlichen Prüfungenbestanden, der Durchschnitt liegt wie im Vorjahr bei 2,4. Der Abiball steigt am kommenden Samstag, 7. Juli, ab 18 Uhr in der Haigerlocher Witthauhalle.