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Haigerloch 2019 drehte sich fast alles nur um "Hirschen"

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So könnte in einigen Jahren die Zukunft auf den Wiesen und Äckern im Gruoler Gewann "Auf Hirschen" aussehen. Der Gemeinderat hat die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Schaffung von 58 Wohneinheiten beschlossen. Skizze: Büro Gförer Foto: Schwarzwälder Bote

Haigerloch-Gruol. Endgültige Erschließung des ersten Teils, Weichenstellung für den zweiten. Das Baugebiet "Auf Hirschen" in all seinen Facetten war im vergangenen Jahr das dominierende Thema im Ortschaftsrat Gruol. Das wurde im Jahresrückblick von Ortsvorsteher Reiner Schullian deutlich, den er am Donnerstag im Ortschaftsrat hielt.

Er hielt ihn in chronologischer Form, indem er jede Ortschaftsratsitzung von Januar bis Dezember Revue passieren ließ. Im September fiel dabei die Entscheidung den ersten Abschnitt im Baugebiet Hirschen mit acht weiteren Bauplätzen abzurunden. Im November und Dezember wurde dann im Ortschafts- und Gemeinderat der Beschluss gefasst, einen Bebauungsplan nach Paragraf 13b für die rasche Erschließung von weiteren 58 Wohneinheiten im einem nächsten Hirschen-Abschnitt aufzustellen.

Dass in diesem Zusammenhang ausgerechnet jüngere Gruoler, die im jetzigen Hirschen-Abschnitt gebaut hatten, im Gemeinderat vorstellig wurden und gegen weitere Bauplätze in ihrer Nachbarschaft Front machten (wir haben berichtet), stieß im Nachhinein bei verschiedenen Gruoler Ortschaftsräten auf wenig Verständnis. In anderen Haigerlocher Teilorten sei der Ruf nach neuen Bauplätzen groß und weitere Bauplätze für junge Familien würden die Zukunft von Kindergarten oder Schule im Ort sichern.

Auf der Suche nach Plätzen für neue Wohnhäuser wurde im vergangenen Jahr im Ortschaftsrat aber auch über die Erschließung der "Kreuzbreite" diskutiert sowie über eine neue verkehrliche Anbindung neuer Gruoler Baugebiete an die L 390 Richtung Weildorf, damit die Angelstraße in Richtung Ortsmitte nicht unter der zu erwartenden Verkehrsbelastung zusammenbricht.

Themen waren auch die Erweiterung des Betreuungsangebotes im Kindergarten, die Jagdverpachtung, der Bau einer Wasserleitung zum Aussiedlerhof auf Stocken und der Verkauf von zwei Bauplätzen im Schuppengebiet.

Bei der Kommunalwahl im Mai freute sich Reiner Schullian darüber, dass 190 Bürger mehr als bei der letzten Wahl vor fünf Jahren zur Urne gingen. Die konstituierende Sitzung im Juli brachte ihm das Amt des Ortsvorstehers ein, weil sein Vorgänger Otto Schneider nicht mehr für den Ortschaftsrat kandidierte.

Dass sich die Einwohnerzahl von Gruol zum Jahresende 2019 um vier Personen auf 1658 erhöhte (Gruol ist damit hinter Haigerloch zweitgrößter Teilort), führte Ortsvorsteher Schullian auf deutlich weniger Wegzüge zurück. Vergangenes Jahr gab es laut ihm zwar nur acht Geburten (2018: 16) aber auch weniger Sterbefälle – es waren zwölf (2018: 18).

2019 habe es zwar keine Riesenfeste gegeben, so Schullian im Blick auf das Gruoler Vereinsleben, aber dafür viele kleinere, die alle gut angekommen seien. Ausnahme war natürlich die Dorfweihnacht. Reiner Schullian: "Das Konzept hat super gepasst, großes Lob an alle Organisatoren und Helfer." Ohne Vereine, befand der Ortsvorsteher, wäre das Leben im Ort fader.

Auch wenn die finanziellen Möglichkeiten im städtischen Haushalt begrenzt seien, so sei der Investitionsstau in Gruol nicht gerade klein, meinte Schullian im Ausblick auf kommenden Aufgaben. Man müsse das eine oder andere Projekt deshalb angehen.

Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte sich der Ortsvorsteher bei seinem Vorgänger Otto Schneider, nicht nur dafür, dass noch weite Teile des alten Jahres die Arbeit leistete, sondern auch dafür, dass Schneider ihm bis heute mit Rat und Tat zur Seite steht. Schullian: "Mit Fragen kann immer zu ihm kommen."

Ein Dank ging auch an die Verwaltungsangestellte Katja Siedler ("Sie hält mir den Rücken frei"), an die Stadtverwaltung und den städtischen Bauhof.

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