Das gab es in der 67-jährigen Vereinsgeschichte noch nie: Ein Häsabstauben. Und der neue Brauch kommt gleich bestens an.
Bei vielen Narrenzünften und Vereinen gehört das Häsabstauben am Dreikönigstag zur Tradition, bevor die sogenannte „fünfte Jahreszeit“ beginnt.
Diesen Brauch haben nun auch die Narren aus dem größten Donaueschinger Stadtteil Wolterdingen, erstmals aufgenommen. Jedoch nicht für die breite Öffentlichkeit, sondern nur für sich selbst. Und das kam bei den Mitgliedern bestens an.
So trafen sich über 50 der aktuell 81 aktiven Mitglieder im Vereinsheim, darunter auch Neumitglieder, zusammen mit dem Narrensamen zu einem gemütlichen Nachmittag mit Getränken sowie süßen und herzhaften Snacks.
TÜV-Plakette für das Häs
Die Zusammenkunft diente einerseits dafür, um auszuloten, ob das Häs noch sitzt und vollständig ist. Bei Bedarf konnte untereinander oder in der Kleiderkammer getauscht und vervollständigt werden. Im Anschluss gab es dann eine Häs-TÜV-Plakette.
Da Gemeinschaft bei den Bregtal-Glonki großgeschrieben wird, „wollen wir auch zeigen, dass wir eine gesellige Gruppe sind, bei der auch die Kinder eingebunden werden“, erklärt die erste Vorstandssprecherin Petra Weniger.
Sie freut sich über den Nachwuchs an Narren und dieser konnte in der Mal- und Spielecke auch ohne Probleme verweilen. Das Treffen wurde zudem genutzt, um den schon lange gehegten Wunsch der Verantwortlichen – ein kleines Büchlein mit gesammelten heimischen und gängigen Fasnetsprüchen und Liedern anzulegen – auf den Weg zu bringen, was Zustimmung fand.
Vorschläge für eine neue Vereinsfahne
Auch Vorschläge für eine neue Vereinsfahne wurden bearbeitet. Sie soll nicht mehr wie aktuell nur einen schemenhaften weißen Glonki-Oberkörper, sondern den Glonkirat, die Stoa-Klopfer, den Fanfarenzug und die Müller-Paare zeigen.
Wenn alles gut läuft, soll die neue Fahne beim Herbstkonvent vorgestellt werden. Zum Schmunzeln brachte viele der Anwesenden dann auch noch eine von Martin Weniger gezeigte Dia- und Videovorführung.