Der gepflasterte Weg entlang des Bockshofs wird saniert. Foto: Schnekenburger

Hoppla – der Stolperweg am Bockshof wird saniert. Ob das noch vor der Hängebrückeneröffnung klappt, ist fraglich, denn zunächst muss die ENRW ran.

Da freut sich nicht nur die Rottweiler CDU. Immer wieder hatte Stadträtin und Fraktionssprecherin Monika Hugger in den Ausschuss- und Gemeinderatssitzungen den Zustand des gepflasterten Weges entlang der Häuserzeile am Bockshof moniert. „Wer mit dem Fahrrad drüber fährt, braucht ein gutes Gebiss“, stellte nun auch OB Christian Ruf in der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschusses am Mittwoch fest.

 

Vor allem wegen der Rottweiler Neckarline und des Eröffnungswochenendes vom 24. biss 26. April rückt der Fußweg in den Fokus. Dabei ist der Weg auch für die Anwohner, die Rettungsdienste, die Müllabfuhr und als Behelfszufahrt fürs Dominikanermuseum wichtig. Das grob geschlagene Granitpflaster, die breiten und tiefen Fugen sind allerdings regelrechte Stolperfallen. Zu Fuß – vor allem bei Nässe oder Glätte – oder mit dem Kinderwagen ist der Weg nur schwer nutzbar – für Menschen mit Beeinträchtigungen gar nicht.

Mehr Besucher am Bockshof

Die Gasse, da sind sich Ausschuss und Verwaltung einig, ist schön und atmosphärisch. Nicht nur wegen der Hängebrücke erwartet die Verwaltung daher künftig eine Zunahme der Besucherfrequenz am Bockshof, weshalb der Weg nun also saniert werden soll.

Das Bauamt hat sich eine besondere Vorgehensweise überlegt. Wie Fachbereichsleiter Rudolf Mager erklärte, soll das bisherige Pflastermaterial erhalten werden, in der Oberflächengestaltung aber eine Zweiteilung des Weges erfolgen.

Und die sieht so aus: Entlang der Häuserzeile werden die Fugen gereinigt und neu verschlämmt, danach Saatgut eingebracht. Ein zweiter Streifen entlang der Grünanlage indes engfugig verlegt und geschliffen, so dass ein ebener, gut begehbarer Weg entsteht. Das Material hierfür stammt aus dem Heiligkreuzort, wo es bei der Sanierung ausgebaut wurde, und passe optisch „sehr gut“ zum vorhandenen Belag.

Fördergelder winken

Die Maßnahme kostet etwa 35 000 Euro. Die Stadt rechnet mit 30 Prozent Fördergeldern, weil der Weg an das städtische Sanierungsgebiet grenzt. Mit im Boot ist die ENRW, die noch Fernwärmeanschlüsse verlegen müsse. Ist diese fertig, kann die Sanierung beginnen, so Mager. Der eigentlich vorgesehene Zeitplan mit einer Fertigstellung Mitte April ist damit aber nicht zuhalten. Es wird eher Sommer.

Vor allem OB Ruf war von der „Dynamik“, die im Hinblick auf die Stadtentwicklung entstehe, ganz entzückt. Lob kam von allen Fraktionen. Harald-Armin Sailer (FDP) etwa gefiel, dass eine große Fläche des alten Weges erhalten bleibt. Und Felicitas Bott bat darum, die Anwohner dafür zu sensibilisieren, den Grünstreifen beim Ein- und Ausparken ihrer Fahrzeuge zu schonen.