So soll die Hängebrücke aussehen, die von der Innenstadt bis zum Berner Feld führt. Foto: Eberhardt Bewehrungsbau

"Ja was ist denn nun mit der Hängebrücke?" Auf diese Nachfrage im Gemeinderat am Mittwochabend in Rottweil machte die Verwaltung – mal wieder – Hoffnung: Der Spatenstich soll noch in diesem Jahr erfolgen. "Es gibt nichts, was dagegen spricht", so Oberbürgermeister Ralf Broß.

Rottweil - Grünen-Stadtrat Hubert Nowack hatte zum Auftakt der Sitzung nachgehakt. Man werde ständig gefragt, wann es denn nun endlich losgeht mit dem Bau – "aber man weiß ja nichts", bemängelte er fehlende Informationen. OB Broß zeigte sich etwas verwundert, schließlich sei der Gemeinderat ja über die Planungsschritte im Bilde.

Diese Schritte gestalteten sich allerdings in der Vergangenheit zäh – wobei die Stadt in erster Linie vom privaten Investor abhängig war. Nach längerem Getüftel hatte Günter Eberhardt im März seinen überarbeiteten – aber noch nicht ganz ausgereiften – Pylon für den Andockpunkt an der Felsnase beim Berner Feld vorgestellt. Seither gingen wieder Monate ins Land.

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Man wolle nun "zeitnah" mit dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan in den Gemeinderat kommen, versicherte Bürgermeister Christian Ruf. Nahezu zeitgleich würde dann die Baugenehmigung erteilt, außerdem muss noch der städtebauliche Vertrag beschlossen werden, in dem alle Details mit dem Betreiber geregelt sind. Man sei guter Hoffnung, dass es dann noch in diesem Jahr den Spatenstich geben wird, so Ruf.

Auch wenn man natürlich vom Investor abhängig sei, ergänzte der OB, spreche nichts gegen den Baustart. Anfang 2020 hatte man noch gehofft, dass das Bauwerk Ende dieses Jahres schon fertig ist.

Die Fußgängerhängebrücke wird das Neckartal überspannen und damit die Rottweiler Innenstadt mit dem Berner Feld und dem Testturm verbinden. Die ursprüngliche Kostenschätzung für das Projekt lag bei rund sechs Millionen Euro.