Ein Aushängeschild für das Industriegebiet auf dem Wolfsberg in Nagold soll das neue Dynamik-Zentrum von Häfele werden. Foto: Häfele

Die Häfele-Gruppe plant ein visionäres Bauprojekt auf dem Wolfsberg und investiert damit auch in den Stammsitz in Nagold. Die genaue Investitionssumme wird zwar noch nicht benannt – doch die Rede ist von einem "zweistelligen Millionenbetrag im oberen Bereich".

Nagold - Das Unternehmen gibt damit ein weiteres Mal ein Bekenntnis zum Standort Nagold ab, will neue Maßstäbe in punkto Logistik und Produktion setzen und sichert seinen Mitarbeitern "moderne und zukunftsfähige Arbeitsplätze".

Arbeiten an zusätzlichem Hochregallager

Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Bauarbeiten für ein zusätzliches Hochregallager im Norden des Versandzentrums auf dem Wolfsberg begonnen haben – die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2022 geplant –, steht nun schon das nächste Bauprojekt auf dem Plan. "Damit investiert Häfele nicht nur in seine herausragende Logistik und die stetig wachsenden Bedürfnisse der Kunden, sondern vor allem auch in den Standort Nagold im Nordschwarzwald", schreibt Nagolds größter Arbeitgeber in einer Pressemitteilung.

Im Zuge dieses umfassenden Bauprojekts entsteht ein hochtechnologischer Gebäudekomplex in "modern interpretiertem Schwarzwald-Stil", der neue Logistik- und Produktionskapazitäten schafft und einen Ort der Inspiration und des Austauschs bieten soll, der auch von anderen Unternehmen und Geschäftspartnern genutzt werden kann. Entstehen wird der neue Gebäudekomplex auf den Flächen der dem Versandzentrum gegenüberliegenden Straßenseite.

Zukunftsträchtige Arbeitsplätze

Der großflächige Gebäudekomplex schaffe zukunftsträchtige Arbeitsplätze und sei ein "Vorzeigebeispiel für Innovationskraft und Gemeinschaftssinn". Denn es wird nach Angaben des Unternehmens unter anderem daran gedacht, Einrichtungen anzusiedeln, die auch den Mitarbeitern anderer Firmen auf dem Wolfsberg zugute kommen.

"Mit diesem Bauvorhaben investieren wir in die Zukunft unseres Unternehmens und insbesondere in unsere Home Base hier im Schwarzwald", sagt Unternehmensleiterin Sibylle Thierer. "Wir setzen die Messlatte an uns selbst sehr hoch und möchten unserer Vorreiterrolle in der Branche gerecht werden, indem wir unsere Technologie- und Logistik-Exzellenz immer weiter perfektionieren und frische Impulse in unserer Branche setzen."

Von Anfang an: Nachhaltig

Bereits bei der Planung werden die zum Bau verwendeten Materialien und Werkstoffe jeweils einzeln und im Verbund auf ihre Recycelbarkeit untersucht, bewertet und sorgfältig ausgewählt. Wenn es beispielsweise bei weitgespannten Hallendecken erforderlich wird, Tragwerke zu konzipieren, die technisch nur in Stahlbeton herstellbar sind, will man von Anfang an indirekte Maßnahmen zur Kompensation des entstehenden CO²-Fußabdrucks treffen.

Für die Heizungs- und Kälteversorgung kommt als regenerative Quelle eine Löschwasserzisterne zum Einsatz. Diese Speicherzisterne unter der Betriebsanlage ermöglicht die Pufferung von nicht kontinuierlich verfügbarer oder benötigter Energie. Damit ist Regenwasser ein weiterer, wesentlicher Baustein bei der Kompensationsstrategie für unvermeidlich anfallende CO²-Belastungen durch Baustoffe und Bauweisen.

Große Gründächer

Das "Häfele Dynamik-Zentrum" wird außerdem mit großen Gründächern und einer ausgewählten Flora angelegt, was ebenfalls zu einer nachhaltigen Kompensation von Emissionen beiträgt. Baubeginn für den futuristischen Neubau im Süden des bestehenden Versandzentrums am Nagolder Wolfsberg ist Ende 2022. Die geplante Bauzeit beträgt fünf Jahre.

Info: Häfele

Häfele ist eine international aufgestellte Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Nagold. Das Familienunternehmen wurde 1923 gegründet und bedient heute in über 150 Ländern weltweit die Möbelindustrie, Architekten, Planer, das Handwerk und den Handel mit Möbel- und Baubeschlägen, elektronischen Schließsystemen und LED-Licht. Häfele entwickelt und produziert in Deutschland und Ungarn. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Häfele Gruppe mit 8000 Mitarbeitern, 38 Tochterunternehmen und zahlreichen weiteren Vertretungen weltweit einen Umsatz von 1,39 Milliarden Euro (Exportanteil 79 Prozent).