Meßstetter Gymnasiasten und ukrainische Jugendliche haben gemeinsam ein Projekt gestaltet – und da war richtig viel Musik drin.
Die Sprachbarriere ist die größte Herausforderung für Jugendliche aus der Ukraine, die vor dem Krieg gegen ihr Heimatland geflüchtet sind und nun Schutz in Meßstetten suchen. In der Vorbereitungsklasse des Gymnasiums Meßstetten lernen sie Deutsch – Grund genug für Schulleiter Norbert Kantimm, die Jugendmusikschule Zollernalb (JMS) einzuladen, damit sie mit Jugendlichen der Klasse ein Musikprojekt gestaltet.
Die JMS-Lehrkräfte Martin Grohmann und Peter Völkle hatten mit der Deutschlehrerin der Gruppe eine unterstützende Dolmetscherin mit an Bord, probten an drei Tagen mit den Jugendlichen und krönten die Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen Aufführung, eingebunden in die Präsentationen aller Projekte am Gymnasium. Zum Kennenlernen starteten die Musiker mit Bodypercussion – und schnell war das Eis gebrochen. Einen Rap mit dem Titel „Schule“, den die Schüler im Deutschunterricht selbst geschrieben hatten, banden sie kurzerhand ins Projekt ein. Neben einer Choreographie wurde das erste Stück mit einem rockigen Groove untermalt. Speziell angefertigte Arrangements für Gitarre, Keyboard und Perkussionsinstrumente forderten den Schülern einiges ab und fanden großen Anklang.
„Hejo, spann den Wagen an“
Bekannte Lieder, wie „Happy“ und „Lady in Black“ hatten sie am zweiten Projekttag einstudiert und geübt – wobei die Sprache Nebensache war. Musik verbinde und kenne keinen Krieg, dessen waren sich alle Mitwirkenden einig.
Bei der Vorbereitung auf den bevorstehenden Auftritt zum Abschluss des Projektes trainierten die Schüler den Ablauf der Präsentation und hatten noch Zeit für eine Improvisation zum Volkslied „Hejo, spann den Wagen an“. Belohnt wurden die jungen Talente und ihre Lehrer mit großem Beifall und anerkennenden Worten.