In der Vorrunde setzte sich der HBW – am Ball Kreisläufer Kristian Beciri – bei GWD Minden sicher mit 27:20 durch. Foto: Eibner

Die Kür hat Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten in dieser englischen Woche mit dem 28:26-Auswärtssieg beim SC Magdeburg schon geliefert – am Sonntag steht gegen GWD Minden die Pflicht an (16 Uhr, Sparkassen-Arena Balingen).

Mit dem Sieg bei Tabellenvierten Magdeburg sorgte der HBW am Donnerstag für ein dickes Ausrufezeichen. Obwohl neben dem Langzeitverletzten Marcel Niemeyer die beiden Rückraumlinken Jona Schoch und James Junior Scott sowie Keeper Mike Jensen – der künftige Magdeburger saß in der Getec-Arena aufgrund von Knieproblemen nur auf der Bank – fehlten, trumpfte das Team von Trainer Jens Bürkle auf. Torhüter Mario Ruminsky parierte stark, die Deckung machte den 1:1-starken Angreifern der Gastgeber das Leben immens schwer, und in der Offensive setzten die Gäste immer wieder erfolgreich auf einen siebten Angreifer.

"Ich bin super zufrieden. Davon, dass wir die Punkte mitnehmen, war auch aufgrund der Ausfälle nicht auszugehen. Mit dem 7:6 wollte ich eine zusätzliche Alternative haben – wie die Mannschaft das dann umgesetzt hat, war unglaublich gut. Wir haben ganz wenige technische Fehler gemacht, sind sehr gut mit dem Ball umgegangen, hatten viel Geduld und haben sehr gut geworfen. Der Sieg war völlig verdient, ich bin mega-stolz", sagte Bürkle nach einem denkwürdigen Match, in dem sein Team mit einem 28:22-Vorsprung in die Crunch-Time ging. "Diese Punkte sind für uns natürlich Gold wert." Magdeburgs Trainer Bennett Wiegert war fassungslos: "Das war ein harter Aufprall, den wir erst mal verarbeiten müssen. Das Ergebnis ist knapper, als das Spiel es gezeigt hat. Wir haben in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht zu uns gefunden."

Spiel gegen GWD Minden steht an

Zeit, sich auf den jüngst verdienten Lorbeeren auszuruhen, hat der HBW nicht. Bereits am Sonntag kreuzt Tabellennachbar GWD Minden in der Balinger Sparkassen-Arena auf. Die Ostwestfalen haben ein Spiel weniger absolviert als der HBW und belegen mit 19:35 Punkten den 15. Tabellenplatz, das Bürkle-Team folgt mit 19:37 Zählern auf dem 16. Rang. "Es ist ein wichtiges Spiel für uns – mit der Chance, weitere Punkte zu holen. Mit einem Sieg würden wir auch den direkten Vergleich für uns entscheiden", sagt Bürkle. In der Vorrunde lieferte seine Mannschaft bei GWD eine Top-Vorstellung ab und setzte sich sicher mit 27:20 durch. Da eine großartige Vorbereitung aufgrund der Kürze der Zeit nicht möglich ist, geht es für den HBW darum, sich auf ein paar wesentliche Dinge zu konzentrieren. "Entscheidend wird, dass wir die Quoten von Christoffer Rambo und Juri Knorr in einem für uns guten Rahmen halten, außerdem dürfen wir Minden keine Gegenstöße erlauben", so Bürkle. Der HBW-Coach geht davon aus, dass Torhüter Jensen einsatzbereit ist, möglicherweise kehrt auch Scott ins Aufgebot zurück.

Minden holte am Donnerstag zu Hause mit einem 27:27 gegen Stuttgart einen Punkt, musste dabei neben den langzeitverletzten Christoph Reißky und Miljan Pusica (beide Kreuzbandriss) auch auf die angeschlagenen Doruk Pehlivan und Aliaksandr Padshyvalau verzichten. Ihr Einsatz ist für den Sonntag ebenfalls fraglich.

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