Auf vier der ersten fünf Gegner in der neuen Bezirksliga Nordschwarzwald ist Grün-Weiß Ottenbronn noch nie in einem Pflichtspiel getroffen. Dennoch gibt Sportvorstand Julian Glowatzki als Saisonziel einen Platz mit Kontakt zur Spitzengruppe an. Wichtig ist, nicht so schwerfällig zu starten wie im Vorjahr.
Sieben Neuzugänge stehen zwei Abgängen gegenüber – zumindest personell kann Grün-Weiß Ottenbronn mit seinem Spielertrainer Julian Immisch etwas entspannter auf die anstehende Saison in der neuen Fußball-Bezirksliga Nordschwarzwald schauen.
Priorität: Nichtabstieg
„Ich denke, der Kader hat die gleiche Qualität wie in den letzten Jahren. Somit darf das Saisonziel gerne ein Platz mit Kontakt zur Spitzengruppe lauten“, erklärt GWO-Sportvorstand und Abwehrspieler Julian Glowatzki. Am liebsten wäre ihm der Bereich zwischen Rang drei und sieben, aber: „Die erste Priorität liegt auf dem Nichtabstieg.“
Gesunde Mischung
Glowatzki, Immisch, die torgefährlichen Abwehrspieler und Antreiber in Personalunion Fabian und Levin Mandel, Marco Schönfelder, Matthias Koch, Wayne Reich, der technisch beschlagene Micael Marques, die Weber-Brüder, Routinier Lucas Gerber, Jochen Zedler, der laufstarke Jasnon Linkenheil und Yannick Binder gelten als feste Bestandteile des Bezirksligisten. Die hat mit dem landesligaerfahrenen Christian Mijic (FC Gärtringen) und Deniz Bünyamin Qualität hinzugewonnen. Letztere fordert auf der Außenposition immer wieder die Bälle und bringt auch noch körperliche Wucht ins Ottenbronner Spiel. Das besteht zwar aus einer gesunden Mischung aus Jugend und Erfahrung, Technik und Zweikampfstärke, aber: Einige Ottenbronner Akteure kommen so langsam in die Jahre.
Da kommt die Neuausrichtung der Bezirksliga als neue Herausforderung gerade recht. Grün-Weiß Ottenbronn greift zwar erst am 18. August in Gündringen in den Spielbetrieb ein, nimmt aber direkt anschließen ab dem ersten Heimspiel gegen die SF Salzstetten (25. August), dann gegen den TuS Ergenzingen (29. August), VfR Sulz (1. September) und SV Marschalkenzimmern (8. September) gleich fünf ganz neue Gegner ins Visier.
Nur zwei Abgänge
In der Saison 2023/24 war Grün-Weiß Ottenbronn relativ schwerfällig in die Saison der Bezirksliga Böblingen/Calw gestartet, konnte sich erst am fünften Spieltag mit einem 4:2-Sieg über den VfL Oberjesingen ins Tabellenmittelfeld absetzen. Mit Torhüter Robin Frank, Michael Leander Großhans und Jannik Hearing standen drei Nachwuchskräfte im Kader, bei ihnen ist jetzt der nächste Schritt fällig. Denn die Konkurrenz rückt nach, aus der eigenen Jugend der JSG Hengstett kommen mit Lars Ackermann, Labinot Celaj und Florian Schüle gleich drei Nachwuchskicker. Vom Nachbarn SV Althengstett wechselt Emre Reyhaniye nach Ottenbronn, dazu wurde Björn Schwenk reaktiviert. Als Abgänge schlagen nur Torhüter Rouven Böhm (Spvgg Renningen) und Atila Coskun (VfL Ostelsheim) zu Buche.
Unter dem Strich wird sich der Konkurrenzkampf vergrößern und davon will Denis Malandra profitieren. Er war unter anderem als Trainer beim VfR Hirsau/Ernstmühl aktiv, der nun eine Spielgemeinschaft mit dem SV Oberkollbach bildet, und übernimmt nun die in der Kreisliga B spielende zweite Ottenbronner Mannschaft.