Der Gemeinderat hat drei weitere Gewerke für die Zellerschule vergeben. Deutlich günstiger als geplant. Foto: Fritsch

Es gab Zeiten, da war Bauen so richtig teuer. Blickt man auf das Millionenprojekt Zellerschule, hat die Stadt Nagold genau den richtigen Zeitpunkt getroffen.

Die Sanierung und der teilweise Neubau der Zellerschule ist das „Monsterprojekt“ in Nagold. Daran wird sich so schnell nichts ändern, vielleicht erst zu dem Zeitpunkt, an dem die Sanierung des Otto-Hahn-Gymnasiums auf der Agenda steht.

 

Es sind 35 Millionen Euro, die man bei der Stadt für die Schulsanierung einkalkuliert hat. Ob die allerdings tatsächlich erreicht werden, wird allerdings immer unwahrscheinlicher. Grund dafür ist, dass aktuell die Preise auf dem Bausektor gewaltig nach unten rutschen.

Bei drei Gewerken halbe Million gespart

Das merkt auch der Nagolder Gemeinderat, der sich in den vergangenen Sitzungen immer wieder mit den Vergaben einzelner Gewerke an der Zellerschule beschäftigen musste oder durfte. Bei nur drei Gewerken sparte die Stadt jetzt eine satte halbe Million.

Im Rahmen blieb man beim Thema Außenputz. Da hatte die Planung Kosten von 368 000 Euro veranschlagt. Vergeben wurde das Gewerk vom Gemeinderat letztlich für rund 373 400 Euro. Etwas über der veranschlagten Vergabesumme blieb man bei den Malerarbeiten. Da hatte man 476 000 Euro veranschlagt und vergab den Auftrag für die Summe von 479 000 Euro.

Den Vogel schossen schließlich die Schreinerarbeiten ab. Statt der geplanten 1,092 Millionen muss man für diesen Teil der Sanierungs- und Neubauarbeiten nur noch 534 000 Euro ausgeben. Damit liegt man fast 560 000 Euro unter der eigentlich einkalkulierten Summe.