Ein Tag des guten Hörens wäre auch im übertragenen Sinne durchaus sinnvoll: als Tag des Zuhörens, findet unsere Autorin.
Heute ist der Welttag des Hörens. Eine durchaus ernst gemeinte Sache.
Denn Ziel ist es, das Bewusstsein für Hörgesundheit zu stärken. Das ist wichtig. Damit man seinen Enkeln später nicht zumuten muss, ins Telefon zu schreien, weil man sonst nicht checkt, wer an der anderen Leitung ist.
Ein Tag des guten Hörens wäre aber auch im übertragenen Sinne durchaus sinnvoll: als Tag des Zuhörens. Nehmen wir mal das mangelnde Hörverständnis in Beziehungen. Diese Taubheit hat allerdings selten medizinische Ursachen, sondern liegt entweder am Desinteresse der Gattin oder an der Konfliktvermeidungsstrategie des Ehemannes.
Dann gäbe es noch die Kommunikation im Arbeitsleben. Wer hier im Beisein des Chefs an Schwerhörigkeit leidet, für den könnte das Arbeitsleben gemütlich werden - Arbeitsaufträge werden schlichtweg überhört.
Und dann ist da noch die schwer behandelbare Hörschwäche bei Kindern und Jugendlichen. Ein weit verbreitetes Phänomen. Besonders ausgeprägt scheint sie bei bestimmten Satzinhalten. Bei „Räum mal dein Zimmer auf“ jedenfalls scheint der Hörnerv komplett geschädigt.