Am 3. März ist der Welttag des Hörens. Foto: Die Oberbadische

Ein Tag des guten Hörens  wäre auch im übertragenen  Sinne durchaus sinnvoll: als Tag des Zuhörens, findet unsere Autorin.

Heute ist der Welttag des Hörens. Eine durchaus ernst gemeinte Sache.

 

Denn  Ziel ist es,  das Bewusstsein für Hörgesundheit zu stärken. Das ist wichtig.  Damit   man seinen Enkeln  später nicht zumuten muss,  ins Telefon zu schreien, weil man  sonst nicht checkt, wer an der anderen Leitung ist.

Ein Tag des guten Hörens  wäre  aber  auch im übertragenen  Sinne durchaus sinnvoll: als Tag des Zuhörens.  Nehmen wir  mal das   mangelnde Hörverständnis  in Beziehungen. Diese Taubheit  hat allerdings selten medizinische Ursachen, sondern liegt entweder am Desinteresse der Gattin  oder an der Konfliktvermeidungsstrategie des  Ehemannes.

 Dann gäbe es noch die Kommunikation im Arbeitsleben. Wer hier  im Beisein des Chefs an Schwerhörigkeit leidet, für den könnte das Arbeitsleben  gemütlich werden - Arbeitsaufträge werden schlichtweg  überhört.

Und dann ist da noch die  schwer behandelbare Hörschwäche bei Kindern und Jugendlichen.  Ein weit verbreitetes Phänomen.  Besonders ausgeprägt  scheint sie bei bestimmten Satzinhalten.  Bei  „Räum mal dein Zimmer auf“ jedenfalls scheint der Hörnerv  komplett geschädigt.