Wenn die Weihnachtsbäume überall abgeholt werden, lohnt es sich, Hans Christian Andersen zu lesen, meint unser Autor.
Am heutigen Samstag ist es vielerorts wieder soweit: Hundertfach werden Jene am Straßenrand eingesammelt, die uns über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel hinweg als treue Freunde mit ihrem grünen Gewand erfreut haben.
Die Rede ist von den Weihnachtsbäumen, die eingesammelt und dann ihrem weiteren Schicksal etwa als Hackschnitzel übergeben werden. Das Leben eines solchen Baums hat der dänische Dichter Hans Christian Andersen in seinem Märchen „Der Tannenbaum“ auf zarte, poetische Art und Weise geschildert.
Das Werk Andersens, der von sich sagte: „Meine Seele ist eine Mimose, die nicht das Geringste verträgt“ – es lohnt gerade in unserer lauten und schnelllebigen Zeit die Lektüre. Märchen wie „Des Kaisers neue Kleider“, „Das hässliche junge Entlein“ oder „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ gehören zu den Klassikern der Weltliteratur – und sie sind ein wunderbarer Lesestoff nicht nur an langen, kalten Winterabenden.