Vom Maibaumstellen über Musik am frühen Morgen bis hin zu gut besuchten Hocks in Friesenheim und dem Ried: der 1. Mai lockte zahlreiche Besucher ins Freie.
Ob beim Stellen der Maibäume, beim musikalischen Maiwecken oder bei geselligen Hocks entlang beliebter Radstrecken, die Menschen kamen am 30. April und 1. Mai zusammen, um zu feiern.
Friesenheim: In Friesenheim, Heiligenzell, Oberweier und Schuttern kamen die Menschen in Scharen zusammen und haben am 30. April den Maibaum gestellt. In Friesenheim, Heiligenzell und Oberweier übernehmen seit Jahrzehnten Mitglieder der Feuerwehr den Kraftakt den Maibaum in die Höhe zu hieven. In Schuttern obliegt diese Tradition der Fasentgruppe Gorillas. In Friesenheim steht mit einer Länge von 20 Metern wohl der höchste Baum. „So einen großen Maibaum hatten wir noch nie“, erklärte Claudia Killius vom Verein für Heimatpflege und Brauchtum. Gemeinsam mit Inge Kiefer und Stefanie Grimmer hat sie mit den Kindern der Trachtentanzgruppe in edlem Gewand das Prachtexemplar geschmückt.
Seit 36 Jahren verziert der Verein den Maibaum. Kaum war der Maibaum in Friesenheim gestellt, haben die Kinder mit Volkstänzen begonnen. Bis in die Abendstunden wurde unter den Maibäumen gefeiert. Mit leerem Magen musste niemand wandern. Stätten zur Stärkung gab es einige. In Oberschopfheim hatte der SV für die Menschen die Tafel am Sportheim bereitet. Im Wald machten sich einige Wanderer auf den Weg zur Julius-Kaufmann-Hütte. Auch die Vollmerhütte war ein beliebtes Ziel. Dort haben die Familien Keller, Klitzsch und Vogt die Bewirtung organisiert. Viele machten sich später auf den Weg nach Friesenheim auf den Eisweiher. Nach dem Mittagessen gab es dort reichlich Kuchen.
Ried und Rhein: Unter der Überschrift „Ge-Mai-nsam Radeln“ riefen die drei Riedgemeinden zum Besuch der Maihocks am Freitag auf. In nahezu jeder Ortschaft in Neuried, Meißenheim und Schwanau waren Hocks, die zur Rast auf der Radtour einluden. Der ersten Mai war auch Auftakt des Stadtradelns, so kamen bereits einige Kilometer zusammen. Die Freizeitregion Ried hat sich für den ersten Mai zusammengetan und eine Übersicht mit den Hocks im ganzen Ried erstellt. So konnte auf der Route an einigen Stellen Halt gemacht werden. Unter anderem lockte in Meißenheim der Hock der Feuerwehr am Feuerwehrhaus. Zahlreiche Radfahrer und Wanderer kamen zum Grillfest. In diesem Jahr hatte sich der Förderverein eine besondere Aktion überlegt, um weitere Fördermittel für die Feuerwehr-Abteilungen Meißenheim und Kürzell in die Kassen zu spülen: Pullover und T-Shirts des lokalen Social-Media-Stars Patrik Lehmann wurden verlost. Als kleiner Bonus kam Lehmann persönlich zur Verlosung nach Meißenheim und übernahm die Aufgabe der „Losfee“.
Gemeinsam mit Bürgermeister Bodo Lange wurden die T-Shirts an die Loskäufer gebracht, wer nicht vor Ort war, hatte nach Anruf die Gelegenheit, seinen Gewinn bis zum Abend am Feuerwehrhaus abzuholen. Der Besuch Lehmanns stieß insbesondere bei den jugendlichen Besuchern auf Begeisterung und so mancher wollte ein Selfie mit dem Mitglied der Band Rhinwaldsounds machen, die in diesem Jahr eine Pause auf unbestimmte Zeit einlegte. Auch andernorts erfreuten sich die Feste über die zahlreichen Fahrradfahrer, neu in diesem Jahr wurde nach Allmannsweier an das Vereinsheim der „Riäd Schlurgi“ eingeladen. Daneben waren die bewährten Vereine und Gruppierungen mit ihrem Speisen-und Getränkeangebot am Start.
„Volles Haus“ war auch an der Herbert-Adam-Halle in Altenheim, wo über die Mittagszeit die Harmonika-Freunde Hofweier unterhielten. Ein besonderer Hingucker: Die Lahrer Feuerwehr-Abteilung Hugsweier war mit ihrem altehrwürdigen Tandem zu Besuch, ehe die bestgelaunten Floriansjünger in Richtung Norden weiterzogen.
Maiwecken
In Heiligenzell ließ der Musikverein die Tradition des Maiweckens aufleben. Pünktlich um 6.15 Uhr erklang auf dem Rathausplatz die Melodie „der Mai ist gekommen“. An vielen öffentlichen Plätzen in den Straßen hat der Verein sein Stelldichein gegeben und die Menschen aus den Betten geholt.