Der Rosenmontagsumzug in Brigachtal trotzte Wetter nach dem Motto: Im sonnigen Brigachtal gibt es keinen Regen.
Moderator Jens Oberföll hatte die Zuschauer, die am Rande der Hauptstraße, bewaffnet mit Schirmen, Regenumhängen und Mützen warteten, in Stimmung gebracht. Er schaute dauernd auf die Uhr und las die Minuten bis auf 14 Uhr vor, da hörte man auch schon den Musikverein am Narrenbrunnen.
Den Anfang machten die beiden Vorstände Manfred Maier und Günter Obergfell, zu Fuß – mit der Fahne waren sie guter Dinge. Ihnen folgte der Musikverein Brigachtal, regendicht verpackt und trotzdem mit guter Musik.
Hinter dem Musikverein tuckerte die Staatskarosse, gut 50 Jahre auf dem Buckel, auch einem halben Käfer und einer Kutsche kann der Regen nichts anhaben.
Viele Kinder dabei
Die Reihen der Zuschauer hatten sich gefüllt. Viele Kinder waren dabei, die auf Mälzer warteten, die während des Umzugs großzügig verteilt wurden.
Auch die Garden trotzten dem Dauerregen – vorneweg die Minigarde, gefolgt von der Teenie- und der Großen Garde sowie den Trommlerfrauen.
Strohmänner triumphieren
Während die Strohmänner auf dem Boden rollten und triumphierten, dass ihnen die Nässe nichts ausmache, waren die Strohhansel schon gesitteter, verteilten Mälzer an Kinder, sogar Mini-Hansel strählten schon und waren richtig stolz, dabei sein zu können.
Die Guggemusiker von „Katzenjomer“ ließen es krachen. Die Feuerwehr hatte ihre zwei Butzesel mitgebracht, einige Feuerwehrmänner verteilten Wurst an die Zuschauer. Das war die Wurst, die die Butzesel nicht mehr tragen konnten.
Die Hexen aus Grüningen waren in großer Anzahl dabei und hatten ihren großen Wagen mitgebracht. Auf der Straße fingen die Hexen hübsche Damen ein, die sie dann auf dem Wagen in die Trommel steckten – dann wurden sie durchgeschüttelt. Die Schore-Hexen und Heerwald-Hexen verbreiteten rosa Nebelschwaden, so dass die Sicht rosa getrübt war.
Auf Dirigenten-Jagd
Der Musikverein Brigachtal ging auf Dirigenten-Jagd, immer wieder überredeten die Musiker Zuschauer, Probe zu dirigieren, was dann mit „gar nicht schlecht“ bewertet wurde. „Wir werden fündig“, verkündeten die Musiker.
Der „Hansel-Chor-i-Feen“ war mit großer Sitzbank dabei, das bedeutete: Sitzbank ein Stück voraus tragen, dann blitzschnell drauf sitzen und singen, und das während des gesamten Umzugs. Ihnen folgte der treue Braunbär Schultes, der schon beim Zunftball als Überraschungsgast aufgekreuzt war. Der gesamte Umzug bewegte sich in Richtung Arenberghalle, wo alle trocken im Warmen weiter feierten.