Die Lautlinger Firma Elektro Piske hat eine Zukunft: Für den in finanzielle Schieflage geratenen Elektroinstallationsbetrieb hat sich ein Investor gefunden. Foto: Benjamin Roth

Für das in finanzielle Schieflage geratene Unternehmen konnte ein Investor gefunden werden.

Die Firma Elektro Piske mit Sitz in Albstadt-Lautlingen hatte bereits am 5. Dezember des Vorjahres beim Amtsgericht Hechingen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rottweiler Anwalt Steffen Hattler bestellt.​

 

Hattler hat nun gute Neuigkeiten für die Firma und deren Mitarbeiter: Auf den letzten Drücker habe ein Investor gefunden werden können; der Verkauf an die WS-LOG AG sei gelungen. Der Rottweiler Anwalt betont auf Anfrage unserer Redaktion in einer Pressemitteilung: „Wir hatten die Betriebsstilllegung bereits vorbereitet. Quasi auf der Zielgeraden konnte mit WS-LOG AG noch ein Investor gefunden werden.“

Von der Insolvenz betroffen waren insgesamt 21 Mitarbeiter

Die Insolvenzeröffnung über das Vermögen des Lautlinger Elektroinstallationsbetriebes folgte am 30. Januar. Von der Insolvenz betroffen waren insgesamt 21 Mitarbeiter. Während des Insolvenzeröffnungsverfahrens seien laut Hattler diverse Sanierungsvarianten geprüft und schließlich verworfen worden. Wenige Tage vor der geplanten Betriebsstilllegung habe mit der WS-LOG AG überraschend doch noch ein Käufer gefunden werden können. „Durch die Betriebsübernahme bleiben somit alle noch vorhandenen Arbeitsplätze erhalten“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die übernehmende WS-LOG AG ist ein Unternehmen der Weisshaupt-Gruppe aus Albstadt. Diese wird nach Angaben des Rottweiler Anwalts voraussichtlich in „WS-LOG PISKE AG“ umfirmiert. Zu ihr gehören unter anderem die Weisshaupt Logistik GmbH & Co.KG und die Weisshaupt Grundstücks- GmbH & Co. KG.

Nachfragerückgang war Grund für die Schieflage

Mit dem Kauf von Elektro Piske sollen die Unternehmen der Weisshaupt-Gruppe nach der Planung der Familie Weisshaupt unabhängiger für bestehende und neue Elektroinstallationen werden. Daneben bleibt Elektro Piske auch weiterhin als Fachbetrieb für Elektroinstallationen, Brandmeldetechnik und Solar beziehungsweise Photovoltaik bestehen.

In finanzielle Schieflage geraten war das Lautlinger Unternehmen vorrangig durch den Nachfragerückgang bei der Installation von Solaranlagen auf Dächern von Privathaushalten, wie Hattler bereits im Dezember erläuterte. Nun hat das Unternehmen dank des Investors eine Zukunft.