Mit Musik und guter Laune hat der „Froh und heiter“-Vormittag bei der Südwest-Messe in Schwenningen zahlreiche Besucher angelockt. Alois Wiehl sorgte für Stimmung.
Der „Froh und heiter“-Vormittag gehört bei der Schwenninger Südwest-Messe seit mittlerweile über 30 Jahren zu den festen, traditionsreichen Veranstaltungen, die am Messemontag zahlreiche Besucher anziehen.
Auch am neuen Veranstaltungsort, dem Restorama, zeigte sich das Publikum sehr zufrieden. Bei Kaffee mit Butterbrezel oder einem Stück Erdbeerkuchen aus dem Schwenninger Salinencafé genossen die Gäste einen geselligen und heiteren Start in den Tag.
Für die musikalische Stimmung sorgte Alleinunterhalter Alois Wiehl, der gleich zwölf Instrumente dabei hatte – vom Alphorn bis zur Panflöte. Wiehl feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: 1986 hatte er seinen ersten Messeauftritt, damals noch gemeinsam mit den Stockmihli-Musikanten. Viele Schwenninger erinnern sich noch heute gern an diese frühen Auftritte zurück.
Auch diesmal traf er mit seinem vielseitigen Programm den Geschmack des Publikums. Neben den volkstümlichen Klassikern spielte er Schlager und südamerikanische Rhythmen, zu denen die Gäste begeistert mitschunkelten und sogar tanzten. Für zusätzliche Freude sorgte ein weiterer Messeklassiker: Messegockel Jonathan stattete den Gästen einen Besuch ab und wurde herzlich begrüßt.
Oberbürgermeister Jürgen Roth begrüßte die Gäste mit einem herzlichen „Guten Morgen“ und einem Augenzwinkern. Die Messe feiere in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: die 66. Südwest Messe in 76 Jahren – ein Titel, der, wie Roth scherzhaft bemerkte, durchaus ein kleiner Zungenbrecher sei. Roth zeigte sich erfreut über die große Resonanz und dankte allen, die den Vormittag möglich gemacht hatten. Besonders hob er die Pflegeeinrichtungen hervor, die Menschen mit Rollstuhl oder Rollator die Teilnahme beim „Froh und heiter“-Vormittag ermöglichten und das seit Jahrzehnten.
Von Technik über Kunst bis zu sportlichen Vorführungen
Der Oberbürgermeister nutzte seine Ansprache auch, um auf die Veränderungen der Messe hinzuweisen. Die Besucher könnten in diesem Jahr viele neue Akzente entdecken – von Technik und Innovation über Kunst bis hin zu sportlichen Vorführungen. „Es geht nicht um Masse und große Hallen, sondern um interessante Ausstellungen“, betonte er.
Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage sprach Roth offen über die aktuellen Herausforderungen. Die Situation sei nicht mehr so stabil wie vor einigen Jahren, was sich täglich in den Nachrichten widerspiegele. Dennoch sei in Villingen-Schwenningen kein Grund zur Hoffnungslosigkeit gegeben. Die Stadt sei stark, attraktiv und wachse weiter – inzwischen auf knapp 90.000 Einwohner. In den kommenden Jahren werde man zwar mit Verzögerungen und schwierigeren Rahmenbedingungen rechnen müssen, doch sei Optimismus angebracht.
Gespräche stehen im Mittelpunkt
Gleichzeitig stellte Roth klar, dass es an diesem Vormittag nicht um Stadtpolitik, Brücken oder Straßenlöcher gehe, sondern um die Menschen auf der Messe. Er ermutigte die Gäste, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und die gemeinsame Zeit zu genießen. „Heute geht es darum, dass Sie froh und heiter ein paar Stunden hier verbringen können“, sagte der Oberbürgermeister – verbunden mit dem Wunsch nach einem geselligen und genussvollen Tag, guten Gesprächen und viel Freude beim Rundgang über die Messe.