Der Männertanz-Wettbewerb der Eggäsli-Zunft in Fützen entfacht in der Buchberghalle ein Erdbeben der guten Laune.
Beim 25. Männertanz-Wettbewerb der Eggäsli-Zunft in Fützen schlugen die Waden hoch. Einmal so richtig aus der Reihe tanzen war für die angetretenen fünf Formationen Programm. Nicht nur die Wogen, sondern auch die Beine schlugen bei diesem illustren Ereignis am Rosenmontagabend in der Buchberghalle fast bis an die Decke.
Im prächtig geschmückten Saal brannte förmlich die Luft. Die unterschiedlichen Gruppen überzeugten mit viel Schwung und tänzerischem Einfallsreichtum. Die diesjährige Krone holten sich die Biberjohli aus Watterdingen-Tengen. Mit ihrer Mischung aus fastnächtlichem Klamauk, gepaart mit perfekten Tanzschritten, waren sie fast eine Klasse für sich. Sprühend wie ein Vulkan bebten sie über das Podium und eroberten die Herzen im Sturm. Aber auch die Ranzengarde der gastgebenden Eggäsli-Zunft ließ es so richtig krachen. Mit modernsten Klängen boten die etwas abgespeckten Lokalmatadoren hohe Tanzkunst und überzeugten mit klassischen Schrittkombinationen bis zu akrobatischen Hebefiguren. Unterstützt von vielen Fans tanzten sie sich förmlich in einen Rausch und brachten die volle Halle zum Beben. Die Zuschauer, dicht gedrängt bis unmittelbar vor der Bühne stehend, hoben förmlich ab, und die Stimmung erreichte neue Sphären.
Mit dem Herdäpfelkär zeigte auch die zweite einheimische Truppe Bewegungskunst von ihrer besten Seite. Den dritten Platz teilten sich die anderen drei Mannschaften. Mit 15 Tänzern lieferte hier die Stampfhi Geischt Nöggesschwiel einen bunten Reigen mit turnerischen Überraschungselementen ab. Eigentlich gab es an diesem Abend nur Gewinner, und alle Gruppen lösten Begeisterungsstürme aus.
Mittendrin der bestens gelaunte Narrenvater der Eggäsli-Zunft, Stefan Schmid, der in gewohnt schlagfertiger Manier dieser einmaligen Veranstaltung einen weiteren Stempel aufdrückte. Auch bei der Ranzengarde stellte er als absolutes Schwergewicht sein rhythmisches Talent unter Beweis.
Drei Guggenmusiken garantierten an diesem unvergessenen Abend weitere Höhepunkte. Die Bittelburger Glockästupfer, die Gugge-Mucke aus Aldingen und X-plosiv aus Singen ließen es alle mit mehr als schrägen Tönen so richtig krachen. Oft mit bekanntem Liedgut eroberten alle das Publikum, und die urige Stimmung war nicht zu toppen.
„Mehr geht nicht“ war an diesem Jubiläumsabend des Männertanz-Wettbewerbs von allen Seiten zu hören. Auch viele auswärtige Verkleidungskünstler hatten sich zu diesem Spektakel eingefunden.