Die Empfinger Grundschule muss vorerst geschlossen bleiben. Lernen sollen die Schüler aber trotzdem etwas. Foto: Begemann

Schule ist auf Wegfall des Präsenzunterrichts eingerichtet. Leiterin optimistisch. 

Zurück zur Schule geht es am kommenden Montag nicht wie geplant. Längere Ferien haben die Empfinger Grundschüler aber wegen des Lockdowns trotzdem nicht. Die Schulleiterin Susanne Kökert ist vorbereitet – und optimistisch noch dazu.

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Empfingen - In einem Elternbrief informiert Susanne Kökert, Rektorin der Grundschule Empfingen am gestrigen Donnerstag darüber, wie es nach den heute endenden Weihnachtsferien weiter geht: "Nach der Beschlussfassung der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin von Dienstag, 5. Januar, hat nun auch das Kultusministerium gestern Nachmittag bestätigt, dass der Schulbetrieb am Montag nicht starten wird. Für uns als Grundschule bedeutet dies, dass die Kinder für die kommende Woche mit Lernplänen versorgt werden, die die Klassenlehrkräfte Ihnen bis Montagvormittag via E-Mail zukommen lassen werden."

Doch sind Lernpläne auch für die Erst- und Zweitklässler ohne Lernerfahrung eine praktikable Lösung? Kökert sagt: "Mit Hilfe der Eltern funktioniert das." Die Grundschule habe schon im vergangenen Pandemie-Jahr gute Erfahrungen mit Lernplänen für Zuhause gemacht. Sorgen, dass der Lehrplan nicht erfüllt wird oder es keine Lernfortschritte gibt, müsse man sich nicht machen. "Wir halten uns an den Kern-Curriculum", sagt die Schulleiterin.

Lehrer halten Kontakt zu den Kindern

Auch wenn die Eltern eine wichtige Hilfe für den Lernfortschritt ihrer Kinder darstellen, stehen die Lehrer zur Verfügung. Kökert sagt: "Die Klassenlehrkräfte halten mit den Kindern Kontakt via Mail, Telefon oder Videokonferenz."

Mit den Lernplänen soll vorerst einmal in der kommenden Woche gearbeitet werden. Ihre Hoffnung setzt die Grundschule jetzt auf den 18. Januar. Kökert schreibt in ihrem Brief: "Laut Ministerpräsident Kretschmann und Kultusministerin Eisenmann wird das Ziel verfolgt, Kitas und Grundschulen ab dem 18. Januar wieder zu öffnen. Voraussetzung sei allerdings, dass die kommende Woche Klarheit über die Infektionszahlen bringe und die Pandemieentwicklung Präsenzunterricht zulasse. Wir werden Sie im Verlauf der Woche auf dem Laufenden halten."

Kökert äußert sich überzeugt, dass die Grundschule auch einen Präsenzunterricht unter Pandemie-Bedingungen wie schon in der Vergangenheit gut meistern wird. Sie sagt: "Das hat gut funktioniert. Die Kinder waren sehr diszipliniert."

Auch was die Corona-Statistik angeht, ist die Grundschule in Empfingen bisher sehr gut durch die Pandemie gekommen. Denn Infektionen hat es bislang keine gegeben.

Wer sein Kind nicht betreuen kann, hat die Möglichkeit, eine Notbetreuung in Anspruch zu nehmen. Das Kultusministerium bittet: "Diese Maßnahme, mit der die Anzahl der Kontakte reduziert werden soll, kann nur dann wirksam werden, wenn die Notbetreuung ausschließlich dann in Anspruch genommen wird, wenn dies zwingend erforderlich ist, das heißt, eine Betreuung auf keine andere Weise sichergestellt werden kann." Um besser planen zu können, bittet die Schule um eine schnelle Antragstellung.

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