Geschäftsführerin Margit Langer und Thomas Hafen, wissenschaftlicher Leiter, gaben die Jahreszahlen bekannt. Foto: Paskal

Saisonende: Leichter Besucherrückgang beim Gutacher Freilichtmuseum. Mehr ausländische Gäste.

Gutach - Rund sechs Prozent weniger Besucher hat das Gutacher Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in dieser Saison verzeichnet, die am Sonntag zu Ende gegangen ist. Der Bahnhalt vor der Einrichtung hingegen wird gut frequentiert.

" 220 000 Besucher sind in der siebenmonatigen Saison in das Freilichtmuseum gekommen", informierte Geschäftsführerin Margit Langer am Sonntag im Rahmen des Saisonabschlusses.

Das sind zwar laut Langer sechs Prozent weniger als im Jubiläumsjahr 2014, sie sprach aber trotzdem von einer guten Bilanz: "Wir bleiben das besucherstärkste Freilichtmuseum in Baden-Württemberg und zählen zu den führenden Freilichtmuseen bundesweit."

Mehr ausländische Gäste

Über 35 Prozent der Besucher kommen demnach aus den Ausland, wobei die größten Anteile aus Frankreich, Israel, Spanien sowie aus den USA stammen.

Auch von den Programmangeboten her sieht das Gutacher Museum an der Spitze. Rund 700 Lernerlebnisse für Schülergruppen sowie 800 thematische und interaktive Führungen für Erwachsene hat es laut Margit Langer in 2015 durchgeführt. Um vier Prozent gestiegen sind die von Schulklassen und Kindergruppen besuchten museumspädagogischen Programme.

Bahnhalt lohnt sich

"Der neue Bahnhalt hat insbesondere zu diesem Ergebnis geführt. Wir konnten beispielsweise im Juli eine Nutzung von durchschnittlich rund 300 Besuchern pro Tag, hauptsächlich Schülern, beobachten", sagte Langer.

Thomas Hafen, wissenschaftlicher Leiter des Museums, hielt einen Rückblick auf die erfolgreichsten Veranstaltungen. Bestens angekommen sind der Sagentag, die Holz- und Blechbläser sowie die Auftritte von Mockemalör und Fidelius Waldvogel.

In 2015 stand für das Gutacher Freilichtmuseum vor allem die strategisch-inhaltliche Weiterentwicklung im Blickpunkt. Der Vogtsbauernhof plant derzeit die Erweiterung des Museumsgeländes um 1,9 Hektar nach Norden und möchte in den nächsten zwei Jahrzehnten drei weitere Gebäude aus den Regionen des Nordschwarzwalds in das Museum holen.

Arbeiten laufen planmäßig

Die Arbeiten zur Versetzung des "Schlössles von Effringen" als erstes Großprojekt konnten planmäßig im Juli begonnen werden. Auf dem Gelände ist das Dach des Leibgedinghauses erneuert und das Backhaus neu gebaut worden. Richtung Norden werden in den nächsten 20 Jahren Gebäude aus dem Nordschwarzwald aufgebaut. Dann sind Gebäude aus allen Teilen des Schwarzwaldes vertreten. Die Saison beginnt am 20. März 2016 unter dem Leitmotiv "Schatzkiste Schwarzwald". Die neuen Ausstellungsräume im Lorenzenhof widmen sich dem Bergbau sowie der Glas- und Keramikherstellung.

Weihnachtsmarkt

Nach dem traditionellen Läuten der Glocken auf dem Dach und der Hofkapelle des Hippenseppenhofes endete mit dem ausgeschenkten Glühwein der Jahresrückblick. Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof öffnet noch einmal am dritten Adventswochenende, vom 11. bis 13. Dezember, seine Tore und lädt zum Weihnachtsmarkt im winterlichen Ambiente der historischen Schwarzwaldhöfe ein.

Weitere Informationen: Die Arbeiten zur Versetzung des Schlössles von Effringen können über eine Web-Cam unter http://www.schloessle-effringen.de rund um die Uhr mitverfolgt werden.