Bürgermeister Siegfried Eckert (von links), Physiotherapeutin Olga Schlegel mit ihrem Lebensgefährten Viktor Kosteylev und Bauherr Heinrich Welker bei der Vertragsunterzeichnung für die neue Physiotherapie-Praxis in GutachFotos: Kornfeld Foto: Schwarzwälder Bote

Versorgung: Olga Schlegel will im September Praxis in Gutach eröffnen / Vertrag bereits unterzeichnet

Passend zu der Hausarztpraxis von Andrea Rohr wird im September Olga Schlegel eine Physiotherapie-Praxis in der Gutacher Hauptstraße Nummer 33 eröffnen. Das ist am Dienstag vertraglich im Rathaus besiegelt worden.

Gutach. Für Bürgermeister Siegfried Eckert stehen Gesundheit, Kultur, Natur und Kulinarik in Gutach an erster Stelle. "Besonders überwiegt die Gesundheit alle äußeren Güter so sehr, daß wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein kranker König", zitierte Eckert Arthur Schopenhauer. Mit der Eröffnung der Praxis von Olga Schlegel wird nun ein weiterer Schritt für die Gesundheit der Gutacher getan.

Auch Ergotherapie, Logopädie und Podologie werden angeboten

Seit zehn Jahren betreibt Schlegel bereits eine Praxis für Physiotherapie in Triberg. Dort stößt sie an räumliche Grenzen und nachdem sich eine Alternative in Hornberg zerschlug, rannte sie in Gutach mit ihrem Wunsch, dort eine Praxis zu eröffnen, mehr oder weniger offene Türen ein.

Die Entscheidung, im nach aktuellsten Umweltstandards renovierten Haus eine Filiale zu eröffnen, fiel nur vier Wochen nach dem ersten Treffen mit Bauherr Heinrich Welker.

Schlegel möchte die Praxis breit aufstellen und außer Physiotherape auch Ergotherapie, Logopädie sowie Podologie anbieten. Den Bereich Physiotherapie übernimmt Schlegel selbst, aber für die anderen genannten Bereiche sucht sie noch Kollegen. Für seine Arbeit stehen dem Praxisteam dann barrierefreie Räume auf einer Fläche von insgesamt 180 Quadratmetern zur Verfügung.

Gesundheit, Umweltschutz und somit Energiesparen seien die großen Themen und als Bauherr könne er dazu etwas beitragen, so Heinrich Welker. Beim Umbau des Hauses in der Hauptstraße, in dem früher ein Lebensmittelmarkt beheimatet war, wurde alles getan, um Energie einzusparen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren, zu dem Wohnhäuser genauso viel beitragen wie der Straßenverkehr, informierte der Bauherr. So wurde die Energieklasse von F auf A+ verbessert, was eine CO2- Ersparnis von 82 Prozent bedeutet.

In den Räumen werden langlebige Baustoffe verwendet und beispielsweise allergikerfreundliche Lehmfarben. Welkers Gesamtinvestition in das Gebäude wird bei an die 2 Millionen Euro liegen, informierte er.

Die Preise für Baumaterial seien exorbitant gestiegen und es gebe extreme Lieferengpässe, bestätigte Welker auf Nachfrage des Bürgermeisters. Das komme bei seinem Gutacher Projekt jedoch noch nicht zum tragen, da die Materialien dafür bereits sehr frühzeitig bestellt wurden. Er schätzt, dass sich die Situation auf dem Markt noch verschärfen wird.

Von den zehn Wohneinheiten in dem Haus sind beriets acht vermietet, zwei werden noch zurückgehalten: "Wir haben eine Arztpraxis, dann eine Physiotherapie-Praxis, wer weiß was da nocht kommt", so der Bauherr.

Bauherr Heinrich Welker plant auf dem Parkplatz vor dem Haus zwei Ladestationen für E-Autos. Überlegungen, den Strom durch Photovoltaik auf dem Haus selbst zu produzieren, sind noch nicht zu Ende gedacht. Da das Haus früher mit Strom beheizt wurde, steht eine große Kapazität an Leitungen zur Verfügung.

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