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Gutach Hoffnung auf neue Hausarztpraxis

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Andrea Rohr arbeitet aktuell als Hausärztin in einer Praxisgemeinschaft in Offenburg. Die 35-Jährige wohnt mit ihrer Familie in Hausach. Foto: privat

Gutach - Bekommt Gutach eine neue Hausarztpraxis? Andrea Rohr, Fachärztin für Allgemeinmedizin, hat sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg um Zulassung als Hausärztin beworben. Die KV fällt ihre Entscheidung Mitte Februar.

Das hat die Hausärztin Andrea Rohr am gestrigen Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt.

35-Jährige stammt aus der Eifel und wohnt in Hausach

Erst am Mittwochabend war ihre mögliche Niederlassung Thema im Hornberger Gemeinderat, der über den aktuellen Stand bei der Suche nach neuen Allgemeinmedizinern informierte.

Zuhörerin Karin Pätzold fragte bei Bürgermeister Siegfried Scheffold nach, ob es stimme, dass die Stadt Gespräche mit der Ärztin Andrea Rohr bezüglich einer Niederlassung in Hornberg geführt habe. Scheffold bestätigte, dass es Gespräche gegeben habe, sagte aber gleichzeitig, dass es letztlich an den Medizinern liege, ob diese eine Praxis in Hornberg eröffnen möchten. Andrea Rohr ist den Hornbergern keine Unbekannte. Bereits 2016 und 2017 war sie in der Stadt in einer Praxisgemeinschaft in Hornberg im Rahmen ihrer Ausbildung tätig.

Mittlerweile arbeitet Andrea Rohr als angestellte Fachärztin für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin in einer Offenburger Hausarztpraxis. Die 35-Jährige stammt ursprünglich aus der Eifel, absolvierte ihr Medizinstudium in Bonn und wohnt mittlerweile mit ihrer Familie in Hausach.

Seit September 2019 ist Andrea Rohr Fachärztin für Allgemeinmedizin. Sie führt die Zusatzbezeichung Palliativmedizin und hat Erfahrung in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Urologie und Kinderheilkunde.

"Ich will schon seit vielen Jahren Landärztin werden", erklärt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine mögliche eigene Praxis hat sich die Medizinerin verschiedene Orte im Kinzigtal angeschaut und Gespräche geführt: "Gutach hat letztlich am besten zu mir gepasst", berichtet die Hausacherin.

Die Gemeinde sei für die Hausacherin der optimale Standort, da sie so noch nahe genug an ihrem Wohnort arbeiten könne. Auch eine geeignete Immobilie habe sie bereits gefunden: Andrea Rohr möchte ihre Praxis im ehemaligen Edeka-Markt gegenüber des Rathauses einrichten. Hierzu müssten die Räume noch umgebaut werden, um eventuell ab Juli zu öffnen. Auch der Eigentümer habe schon grünes Licht gegeben, so die Ärztin.

Räume im ehemaligen Edeka-Markt stehen zur Verfügung

"Ob es aber tatsächlich zu einer Niederlassung kommt, ist aktuell noch nicht sicher". betont Andrea Rohr. Darüber entscheidet noch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg in Freiburg, bei der sich die 35-Jährige vor vier Monaten auf eine Zulassung beworben hat. Der zuständige Zulassungsausschuss trifft letztlich am 12. Februar in Freiburg die Entscheidung, ob sich die Allgemein- und Palliativmedizinerin mit einer eigenen Praxis in Gutachs Ortsmitte niederlassen darf.

Der Zulassungsausschuss bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist ein Gremium aus Ärzten und Krankenkassenvertretern. "Die Zulassung von Ärzten und Psychotherapeuten obliegt den regional zuständigen Zulassungs­­ausschüssen, die sich paritätisch aus Ärzten und Vertretern der Landesverbände der Krankenkassen zusammensetzen", heißt es dazu auf der Internetseite der KV Baden-Württemberg. Der Ausschuss entscheidet unter anderem über die Zulassung von Vertrags­ärzten, Psychologischen Psycho­therapeuten und Medizinischen Versorgungs­zentren (MVZ). Die Zulassungs­ausschüsse sind bei ihren Entscheidungen an die Vorgaben des Sozialgesetzbuches sowie der Zulassungs­verordnung für Vertragsärzte gebunden. Sie beschließen mit einfacher Stimmen­mehrheit. Eine Zulassung ohne Arztsitz ist nicht möglich. Voraussetzung für eine Niederlassung ist, dass es in dem Ort einen freien Arztsitz gibt. Auf der Internetseite der KV gibt es Infos unter www.kvbawue.de/praxis/niederlassung.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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