Am diesjährigen Strohtag können die Besucher wieder verschiedenen Strohhandwerkerinnen auf dem Museumsgelände über die Schulter schauen. Foto: Schlessmann/Vogtsbauernhof

Landfrauen und Handwerkern wird auf dem Vogtsbauernhof am Wochenende jeweils ein ganzer Tag gewidmet.

Gutach - Landfrauen und Handwerker stehen im Mittelpunkt am letzten Ferienwochenende im Vogtsbauernhof. Ihnen wird jeweils ein ganzer Tag gewidmet. Besucher dürfen sich auch auf Vorführungen freuen.

»Ladies first«, heißt es, und so sind die Landfrauen auch zuerst dran. Am Samstag, 7. September, bereiten die Landfrauen aus Welschensteinach von 11 bis 17 Uhr herbstliche Spezialitäten zu. Das berichtet Susanne Breit vom Freilichtmuseum. Museumsgäste könnten sich auf Zwetschgenkuchen, Zwetschgen mit Quark und Kilwiküchle freuen sowie auf frisches Brot aus dem Holzbackofen.

Einen Tag später drehe sich alles um das Thema Stroh. Bei Vorführungen und einer freien Sonderführung hätten Kinder und Erwachsene Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren.

Auf dem Museumsgelände können die Besucher von 11 bis 17 Uhr verschiedenen Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Das soll nicht alles sein: Wie früher Körbe und andere Alltagsgegenstände aus Stroh hergestellt wurden, wollen die Strohflechterinnen Ottilie Boll und Barbara Ruf zeigen.

Die Strohschuhmacherin Mathilde Keller beherrscht laut der Pressemitteilung ihr Handwerk und möchte den Museumsgästen einen Einblick in ihre Kunst geben.

Zudem sei die Bürstenbinderin Michaela Roncaldi vor Ort. Die Bäckerin Ingrid Schmieder werde frisches Brot und Datschkuchen aus dem Holzbackofen zubereiten. Bereits am Samstag führen die Strohschuhmacher Martha und Rudi Leitl sowie die Schnapsbrennerin Rita Vitt ihre traditionellen Handwerke vor.

Interessante und spannende Geschichten erwartet laut Susanne Breit die Besucher um 11 Uhr bei einer freien Sonderführung. Museumsgäste hätten dann auch die Gelegenheit, einen Vortrag zu hören. Dr. Bernd Seger betrachte unter dem Titel »Das Handwerk in den dunklen Wäldern« fast ausgestorbene und vergessene Waldgewerbe im Schwarzwald, wie die Holzköhlerei oder die Glasherstellung.

Der Chemiker aus Gaggenau wolle den Zuhörern eindrucksvoll Einblick in die Geschichte und den Niedergang der damaligen Handwerke geben und habe auch einige Anekdoten zum Leben der Waldarbeiter zu erzählen.

Ein besonderes Mitmachprogramm für die größeren und kleinen Gäste werde im Rahmen des Sommerferienprogramms angeboten, wie es weiter in der Pressemitteilung heißt.

Kinder und auch Erwachsene könnten am Samstag sowie am Sonntag jeweils von 11 bis 16 Uhr Strohpuppen und Vogelscheuchen für den heimischen Garten herstellen.