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Gutach Bollenhut stand vor dem Aus

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Die Kunst der Bollenhutfertigung galt lange Zeit als Geheimlehre. Foto: dpa

Gutach - Er steht symbolhaft für eine ganze Region. Doch dass der Bollenhut noch heute zu bewundern ist, ist nicht selbstverständlich: Im 19. Jahrhundert gab es nur noch wenige Hutmacherinnen, die die Kunst seiner Herstellung beherrschten.

Um 1900, so berichtet der damalige Hornberger Pfarrer, gab es noch eine Bollenhutmacherin in Gutach. Die Herstellung des Kopfschmucks war eine Geheimlehre – da die letzte Hutmacherin ihre Kenntnisse nicht weiter gab, drohte das Ende der berühmten Tracht. Tatsächlich war schon vor dem ersten Weltkrieg das Tragen der Trachten zurückgegangen und die Notjahre der folgenden Jahrzehnte ließen nur Raum für das Notwendigste. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand sich niemand mehr, der einen Bollenhut fertigen konnte.

So machte es sich Emma Falk, die Frau des Hausacher Malerpoeten Eugen Falk-Breitenbach zur Aufgabe, die Herstellung des Bollenhuts zu ergründen. Eugen Falk-Breitenbach berichtete: "Um hinter das Geheimnis zu kommen, kaufte ich meiner Frau einen alten, schwarzen Bollenhut, der bis ins kleinste Teil zerlegt wurde. Ich kaufte dann einen Zweiten und Dritten, meine Frau machte immer wieder neue Versuche, bis es ihr nach Monaten endlich gelang, einen Bollenhut herzustellen, der dem alten Original in nichts nachstand." Von diesem Zeitpunkt an wurden im Hausacher "Molerhiisli" die Hüte hergestellt.

Später übernahm die Nichte von Emma Falk, Hedwig Kaltenbach aus Gutach, die Herstellung des Trachtenteils. Lange Zeit fertigte sie die Bollenhüte, vermied es allerdings, die allerletzten Feinheiten preiszugeben. Glücklicherweise gab sie ihre Fertigkeiten rechtzeitig an ihre Tochter Gabriele Aberle weiter, sodass die Zukunft des markantesten Teils der Gutacher Tracht gesichert war.

 
 

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Lena Stangenberg

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