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Gutach Amerikaner lieben Freilichtmuseum

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Pädagogischer Anspruch trifft Schwarzwald-Idyll: Rund 211 000 Besucher überzeugte das Konzept des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof im vergangenen Jahr. Foto: Freilichtmuseum

Gutach - Zum 13. Mal in Folge hat das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof einen Gewinn erwirtschaftet – rund 211 000 Euro im vergang­enen Jahr. Besonders beliebt ist das Museum bei US-Amerikanern, in großen Gruppen fielen sie in Gutach ein. Ein sonderlich leichtes Jahr war 2019 für das kreiseigene Freilichtmuseum in Gutach sicherlich nicht: Ein erneuter Hitzesommer, mehrwöchige Straßensperrungen auf der B 33 sowie eine Streckensperrung der Bahn erschwerten den Zugang. Rund drei Prozent weniger Besucher seien deswegen zu verzeichnen gewesen, erklärte Museumsleiterin Margit Langer am Dienstag dem Kulturausschuss des Kreises. Aber immerhin: Etwa 211 000 Besucher verzeichnete das Museum in seiner 55. Saison.

Ein Drittel der Besucher kommt aus dem Ausland

"Vor allem im internationalen Reisebereich gab es deutliche Zuwächse", erklärte die Museumschefin. Rund ein Drittel der Besucher komme aus Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden – und vor allem den USA. Letztere machten häufig bei Rheinkreuzfahrten einen Stopp in der Ortenau und besuchten dann das Freilichtmuseum in großen Gruppen von 160 bis 200 Personen, so Langer. Eine echte Herausforderung: Für die nord-amerikanischen Gäste muss das Museum dann das komplette Schwarzwald-Klischee liefern. Spezifisches Interesse gebe es keines. "Sie wollen in kürzester Zeit alles über den Schwarzwald erfahren", fasst Langer zusammen.

Um diesem Anspruch und der Gruppengröße gerecht zu werden, hat das Museumsteam englischsprachige Kompaktführungen nach dem Baustein-Prinzip entwickelt: Das Angebot reicht von der Begrüßung in Tracht mit Bollenhut bis zum Buttermachen.

Kreisräte loben Museumsarbeit

Obwohl etwas weniger Besucher nach Gutach kamen, verzeichnete das Museum an anderer Stelle Mehreinnahmen: Die Umsätze durch das Kiosk, den Souvenir-Laden und die Führungen seien gestiegen, berichtete Jutta Gnädig, Dezernentin für die zentrale Steuerung im Landratsamt. Mit etwa 211 000 Euro liege der Gewinn sogar rund 79 000 Euro höher als erwartet. Der Überschuss solle nun neu investiert werden, so die Dezernentin, und nicht in die Rücklage fließen. Denn "so ein Gewinn ist ganz wichtig für einen Eigenbetrieb", betonte Gnädig. Der Plan sehe nämlich vor, erneut sehr viel in die Weiterentwicklung zu investieren.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich von der 13-jährigen Erfolgsgeschichte begeistert: "Ganz tolle Serie, die sie hingelegt haben", lobte CDU-Sprecher Wolfgang Brucker. 13 Jahre Gewinn in Folge sei verbunden mit dem "hervorragenden pädagogischer Museumsarbeit", so der Schwanauer Bürgermeister weiter. Es handele sich um eine "gute Gesamtkonstruktion." Ähnlich positiv äußerten sich auch die anderen Fraktionen.

"Der Schatten der im Nachgang kommt, soll all das nicht trüben", erklärte Edgar Gleiß, Sprecher der Freien Wähler, im Hinblick auf die corona-bedingten Einbrüche im laufenden Jahr (wir berichteten). Einstimmig sprach sich der Kultur- und Bildungsausschuss dann auch dafür aus, den Jahresabschluss des Freilichtmuseums festzustellen.

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