Die Anforderungen an die Außenanlage eines SBBZ, wie der Gustav-Werner-Schule, sind andere als an die eines Krankenhauses. Foto: Ulrich

Im Außenbereich der Gustav-Werner-Schule stehen Umbaumaßnahmen an. Grob geschätzte Kosten: mehr als 700 000 Euro.

Einst gingen im Gebäude Krankenhausstraße 14 noch Patienten ein und aus. Seit vielen Jahren werden dort, an der Gustav-Werner-Schule, Kinder mit Beeinträchtigungen, insbesondere in der geistigen Entwicklung, gefördert. Für diese soll nun der rund 4600 Quadratmeter große Außenbereich des sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums angepasst und aufgewertet werden. Kostenpunkt: mehr als 700 000 Euro.

 

Der Landkreis hat dafür das Landschaftsarchitekturbüro „faktorgruen“ mit einer Machbarkeitsstudie für die Neugestaltung der Außenanlage beauftragt, wie im Kreisschulausschuss bekanntgegeben wurde.

Gelände bringt Herausforderungen mit sich

Die Analyse des Büros zeigt: Herausforderungen gibt es auf dem ehemaligen Krankenhausgelände einige. Etwa die fehlende bauliche Trennung des Pausen- und des Haupteingangsbereiches. Im Hof befinden sich der Ein- und Ausstieg sowie der Wartebereich für den Schulhof. Beim Bring- und Holverkehr ist im Hinblick auf die Verkehrssicherheit aus Sicht des Büros eine Trennung nötig.

Außerdem fehle es an einer Veranstaltungsfläche im Hof sowie an Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Ausstattung und die Spielgeräte seien in die Jahre gekommen. Der Bolzplatz sei nur schwer zugänglich und nicht ausreichend drainiert. Und die jetzige Wegeführung sei weder klar, noch entspreche sie barrierefreien Standards.

Zaun muss erneuert werden

Vollständige Barrierefreiheit sei wegen der Topografie zwar nicht möglich, jedoch müssten die Bereiche des Schulhofs möglichst einfach, sicher und barrierearm erreicht werden, so die Vorstellungen des Büros.

Erneuert werden soll auch das Eingangstor. Foto: Ulrich

Erneuert werden müssten das Eingangstor und die Einfriedung. Der Zaun sei schadhaft und aktuell durch einen Baustellenzaun als Provisorium ersetzt worden. Ein Zaun mit einer gewissen Höhe sei auch nötig, um Überklettern zu verhindern, da manche Schüler Fluchttendenzen hätten, erklärte die Landkreisverwaltung auf Nachfrage von CDU-Kreisrat Johannes Sauter.

Bushaltestelle und Spielgeräte versetzen

Ideen zur Umgestaltung gibt es auch schon einige, etwa eine neue Flächenzuordnung, eine neue Verortung der Bushaltestelle und der Spielgeräte, eine Umgestaltung des zentralen Hofbereichs zum Schulhof, eine Drainage für den Bolzplatz und Sitzelemente im Hang, um diesen als zweite Veranstaltungsfläche zu nutzen.

Außerdem könne der Schulgarten zum „Grünen Klassenzimmer“ aufgewertet werden. Durch eine neue Einfriedung und eine neue Schließanlage könnte außerdem die Sicherheit erhöht werden.

Förderoptionen prüfen

Was die Kosten für die Umgestaltung angeht, so hofft der Kreis unter anderem auf Mittel im Rahmen der Bauförderung der Ganztagsschulen, da der Außenbereich als Lernort integraler Bestandteil des Konzepts der Ganztagsschule sei. Allerdings hatte es jüngst viel mehr Anträge als verfügbare Mittel gegeben.

Für rund 39 000 Euro soll nun ein Vorentwurf erarbeitet werden. Dort sollen konkrete Maßnahmen und die entsprechenden Kosten aufgeführt werden, um Fördermöglichkeiten aufzutun und über das weitere Vorgehen und eine mögliche Priorisierung zu entscheiden.