Begeistert feierten die Besucher in der Bräunlinger Stadthalle beim Jubiläumsabend. Foto: Maier

Die Band gehört seit 20 Jahren zur Bräunlinger Fastnet. Viel Lob gab es für das bunte Festprogramm, bei dem viele musikalische Gäste mitwirkten. Sie rissen die Besucher mit.

Am Samstagabend wurde die alte Zähringerstadt Bräunlingen zum Mittelpunkt des närrischen Guggenmusikgeschehens auf der Baar. Das 20-jährige Bestehen der Brändbach Hupä wurde unter dem Motto „Frisch, fromm, fröhlich, frei, die Brändbach Hupä sind dabei“ als „Bläch und Dätsch“-Guggenmusikstreffen mit viel schräger und lautstarker Musik gefeiert.

 

Ein Platzkonzert auf dem Kelnhofplatz, der Nachtumzug bis zur Stadthalle mit vielen Zuschauern und danach der große Guggenmusikabend mit zwölf Kapellen nacheinander, sorgten für ein Guggenmusik- Festival, das nicht nur bei den Guggenmusikfans noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Schräge Blasmusik sorgt für Begeisterung

Die stark rhythmisch unterlegte, scheinbar falsche und schräge, im Idealfall professionell und mehrstimmig arrangiert gespielte Blasmusik sorgte für Begeisterung vor allem in der vollen Stadthalle. Die Musiker waren närrisch verkleidet und teilweise auch maskiert.

Die Guggenmusik Wälder Press aus Gütenbach tritt auf. Foto: Dagobert Maier

Neben traditionellen Blechblasinstrumenten wie Trompete, Tuba und Posaune sowie dem unverzichtbaren Schlagwerk bis hin zur großen Trommel waren auch noch andere Instrumente zu hören. Es wurde auch in Bräunlingen deutlich, dass die Guggenmusik Bestandteil der schwäbisch- alemannischen Fasnet ist.

Viele urige Masken waren beim Nachtumzug zu sehen. Foto: Dagobert Maier

„20 Jahre Guggenmusik, das sind zwei Jahrzehnte voller gerader und schräger Töne, legendäre Auftritte und unvergessliche Nächte“, sagte Bürgermeister Micha Bächle beim Jubiläumsempfang in der Stadthalle. Zwar sei der Anfang nicht einfach gewesen, doch „mittlerweile sind die Brändbach Hupä fester Bestandteil an der Bräunlinger Fasnet und auch darüber hinaus“. Die Guggenmusik sei über die närrischen Tage immer wieder mit dabei. Das Herzstück seien die Musik und die Geselligkeit. „Ihr habt unzählige Auftritte absolviert und den Namen Brändbach und damit auch Bräunlingen bekannt gemacht“.

Die Wingertsgeischder aus Bechtheim umrahmten den Empfang. Foto: Dagobert Maier

Ein Geburtstagspräsent übergab Bächle an die Vorsitzenden Carina Staller und Sebastian Nobs. Dieser erinnerte in einigen Worten an die Gründerzeit, als sich die Guggenmusik stabilisierte und eine Vision immer stärker wurde. Zwei Jahrzehnte voller Engagement, Leidenschaft und gemeinsamer Erfolge. „Heute können wir voller Stolz sagen, dass unser Verein viele Menschen zusammengebracht und begeistert hat“, so Nobs. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und die große Unterstützung.

Die Vorsitzenden Carina Staller und Sebastian Nobs sind beim Jubiläum in Partylaune. Foto: Dagobert Maier

Zunftmeister Matthias Reichmann von der Narrenzunft lobte den Aufbau der Musikgruppe in den zwei Jahrzehnten und betonte, dass die Brändbach Hupä mit zur Bräunlingen Fasnet gehören. Eine positive Bilanz des Jubiläumstreffens der Guggenmusiken zog Norbert Staller von den Brändbach Hupä, denn es sei eine mitreißende und vereinnahmende Stimmung, nicht nur in der Stadthalle gewesen.

Geschichte

Entwicklung
Die Brändbach Hupä wurden im Februar 2005 in Waldhausen als Guggenmusikgruppe gegründet. Mit den Jahren wurden sie ein fester Bestandteil der Bräunlinger Fasnet. 2011 kamen die ersten Frauen in den inzwischen eingetragenen Verein. Viele der Mitglieder hatten musikalische Vorkenntnisse bei ihrem Eintritt in die mittlerweile über 20 Köpfe starke närrische Musikgruppe. 2007 war der erste Auftritt in der Stadthalle. Vorsitzender ist Sebastian Nobs.