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Gütenbach Viel Lesenswertes aus Scherzingers Fundus

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Er ist der Vater mancher Ideen zur Dorfgestaltung und wie man sieht ein großer Uhrenverehrer: Oswald Scherzinger. Foto: Faller Foto: Schwarzwälder Bote

Gütenbach. Das aktuelle Heimatblättle des Heimat- und Geschichtsvereins Gütenbach ist erschienen. Es ist im Landmarkt, bei der Sparkasse und im Dorf- und Uhrenmuseum zu erhalten. In seinem Vorwort spricht Vorsitzender Manfred Danner die außergewöhnliche Situation an und verweist auf die Schäden, die Orkan Sabine am Museumsgebäude angerichtet hat. Bedauerlicherweise habe die Geschichtsmesse in Oberndorf nicht stattfinden können. Die Zeit unter dem Motto "Wir bleiben zu Hause" wurde zum Weiterbau des Ortsmodells genutzt. Auskunft über 500-jährige Existenz des "Unterscherenhofs" gibt ein chronologischer Überblick. Bereits 1504 ist ein Clewj Schunhart als Besitzer nachgewiesen. Eine lückenlose Aufstellung weist die Eigentümerliste auf. Zuletzt bewirtschaftete Engelbert Dorer den Hof, der das Anwesen 1997 an seine Tochter Renate Tesch übergab.

Breiten Raum nehmen die Lebenserinnerungen Oswald Scherzingers ein, der sie seinen Kindern gewidmet hatte. Der rührige Gütenbacher war geistiger Vater des Heimat- und Geschichtsvereins und wurde sein Ehrenvorsitzender. Die Autobiografie reicht von seiner Lehre als Drechsler bis zur Vollendung des Museums. "En guete Meischter" wurde ihm prophezeit, als er zum Drechsler Walter Fix in Vöhrenbach kam. 40 Mark mussten die Eltern als Lehrgeld bezahlen. Als Entgelt gab es halbjährlich 3,50 Mark im ersten Lehrjahr.

Eine wahre Anekdote sind Scherzingers Erlebnisse mit seinem "ersten und letzten Fahrrad". Beschwerlich war der Weg zur Arbeitsstelle. Gegenwind und kaputte Reifen plagten, und immer wieder hieß es pumpen, pumpen, pumpen. Letztlich verlieh er das Gefährt an Fritz Sprenger, der meinte: "Ja willst du das wieder haben? Das geht nicht mehr. Ich habe es zersägt und eine Rikscha daraus gebaut."

Ausführlich werden die Ereignisse nach dem Krieg geschildert: von Hamsterei und Verlusten. Krieg, Menschen und Glauben an Humanität gingen verloren, und immer war man auf Arbeitssuche. Eine gute Zäsur war die Arbeit bei der Firma Faller, wo er zunächst zehn Pfennige als Stundenlohn bekam. Die schönen Seiten waren die Erlebnisse im Wildgutacher "Löwen", der stolze Erwerb einer Vespa und die Hobbys. Akkordeonspiel begeisterte, ebenso das Mitwirken in einer Tanzkapelle, die Fasnet, die Uhrmacherei und die Gründung des Akkordeon-Spielrings. Gekrönt wurde der Lebenslauf mit der Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins 1984 und die Entstehung des Dorf- und Uhrenmuseums. Die Lektüre ist lesenswert, denn viele Details sind festgehalten.

Wer hat alte Fasnetfotos?

Während der Coronazeit hatte Hardy Faller Muße, um 8000 Dias der Narrengesellschaft zu digitalisieren. Jedoch fehlen Bilddokumente aus den Fastnachtsjahren der 1940er- bis 1960-er. Er bittet nun darum, ihm alte Fotos zur Verfügung zu stellen.

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