Die Schörzinger Grundschule besuchen derzeit 68 Schüler aus Schörzingen, Ratshausen und aus Weilen. Foto: Archiv/Visel

Elke Bartl-Riede hat einen Lagebericht zur Schörzinger Grundschule abgegeben. Die Schulleiterin wird zum Schuljahresende in den Ruhestand gehen. Die Nachfolgersuche laufe derzeit.

Ein letztes Mal hat Rektorin Elke Bartl-Riede dem Ortschaftsrat einen Lagebericht zur Schörzinger Grundschule gegeben. Die Schulleiterin geht zum Schuljahresende in den Ruhestand. So wie es aktuell aussieht, könnte die Leitungsstelle nahtlos besetzt werden. Bartl-Riede verriet, dass das Bewerbungsverfahren derzeit läuft und es eine Bewerberin aus dem Lehrerkollegium gebe.

 

Derzeit werden an der Grundschule in Schörzingen 68 Schüler unterrichtet – 34 aus Schörzingen, 25 aus Ratshausen und neun aus Weilen. Im Gegensatz zum vorigen Schuljahr ist die Schülerzahl leicht zurückgegangenen – damals besuchten 76 Kinder die Grundschule. Dies sei dem geschuldet, dass eine große vierte Klasse mit 24 Schülern auf die weiterführenden Schulen gewechselt ist, aber nur 16 Erstklässler im September nachrückten. Zwei Kinder seien weggezogen. Für das kommende Schuljahr rechnet Bartl-Riede wieder mit einer größeren ersten Klasse mit circa 24 Schülern, wovon eine größere Anzahl an Kindern aus Ratshausen kommen könnte. Derweil merkte sie an, dass sich derzeit verstärkt Schüler nach der vierten Klasse sich für die Realschule entscheiden, selbst wenn sie eine Gymnasialempfehlung haben. „G8 schreckt wohl viele ab“, vermutet Bartl-Riede.

Kurzfristig FSJ-Kraft gefunden

Im Kollegium habe sich im vergangenen Jahr nichts geändert, doch sollte die die Bewerberin aus den eigenen Reihen Schulleiterin werden, müsste man ihre Stelle nachbesetzen. Auch wenn es zunächst nicht danach ausgesehen hat, gibt es auch in diesem Jahr eine FSJ-Kraft an der Schule. Die pädagogische Assistenzkraft hingegen ist in diesem Schuljahr nur noch vier Wochenstunden an der Schule. Damit falle auch die Hausaufgabenbetreuung weg.

Mehr Bedarf an Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeiterin Lisa-Chiara Hoffmann ist zwischen fünf und sechs Stunden pro Woche vor Ort und werde momentan vor allem in der ersten und vierten Klasse eingesetzt und versucht, bei Klassenproblemen zu unterstützen. „Es ist hilfreich, dass wir sie haben, aber es ist unglücklich, dass es nur stundenweise ist“. Da Hoffmann auch in Schömberg eingesetzt wird, sei sie wenig flexibel. Manche Probleme blieben daher wieder an den Klassenlehrern hängen. Eine Lösung habe man bisher noch nicht gefunden. „Sind noch nicht zufrieden so wie es jetzt läuft“.

Eine Lösungsmöglichkeit wäre etwa ein Schulbus nach der sechsten Stunde, damit man diese noch für Gespräche nutzen kann. „Das ist ganz, ganz eng bei uns“, sagte Bartl-Riede.

Verlässliche Grundschule wird stark nachgefragt

Derweil werde die Verlässliche Grundschule immer mehr beansprucht. Während im vergangenen Jahr 16 Kinder die Betreuung über die Mittagszeit in Anspruch nahmen, sind es in diesem Jahr 23. „Das wird zunehmen“, meinte die Schulleiterin. Alles gehe immer mehr in Richtung Ganztagsbetreuung. „Wir werden da wohl nicht drumrum kommen“, kommentierte Ortsvorsteher Tommy Geiger.

Die Schörzinger Schüler scheinen musikalisch zu sein: Von 16 Schulanfängern sind zehn in der Flötenklasse und von 15 Zweitklässlern lernen neun Kinder Blockflötespielen. Weil das Interesse aufgrund des Zulaufs in der Bläserklasse in den Klassenstufen 3 und 4 nachlässt, werde künftig für die älteren Kinder kein Blockflötenunterricht m ehr angeboten.

Dafür wurde die Handball-AG trotz großem Zulauf eingedampft aus dem einfachen Grund, dass derzeit kein FSJler an der Schule ist, der in diesem Bereich tätig ist. Die Kooperation mit dem Tennisclub laufe nach wie vor.

Schulbücherei wird rege in Anspruch genommen

Besonders freute es die Rektorin, dass die Schülerbücherei, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde, immer weiter wächst. Diese werde von Schülern betreut. „Die Nachfrage ist groß und die Bücher werden rege ausgeliehen“, erklärte Bartl-Riede. Natürlich werde diese nun weiter ausgebaut.

Für den Haushalt meldete die Schulleiterin an, dass 4500 Euro für Möbel im Lehrmittelraum beschafft werden können. Auch warte man noch auf die Erneuerung der Böden im Untergeschoss sowie eine Tischtennisplatte und Außenbestuhlung. Tablets wurden jüngst gekauft, sodass die Schule nun über einen Klassensatz verfügt.