Mit der Grundsteinlegung tritt das große Bauprojekt der Strenger Gruppe in die heiße Phase ein. Dort sind hochwertige Wohnungen geplant.
Für die Stadt Weil am Rhein ist es ein großes Projekt: 17 Gebäude mit insgesamt 230 Wohnungen sollen auf einer Fläche entstehen, die davor viele Jahre lang brachlag. Mit dem Lückenschluss wird nicht nur das Stadtbild in diesem Bereich des Stadtteils Friedlingen verbessert und die Neugestaltung des ehemaligen Industrie-Areals um den zentralen Schlussstein ergänzt.
Unter anderem entstehe auch bezahlbarer Wohnraum für Familien, hieß es beim Festakt. Es sei ein herausragender Tag für Weil am Rhein, sagte denn auch die Weiler Oberbürgermeisterin Diana Stöcker bei der Grundsteinlegung am Freitagvormittag. Dieses Projekt werde Friedlingen und die ganze Stadt Weil verändern, erklärte sie.
Für rund 500 Menschen schaffe die Strenger Gruppe an dieser Stelle Wohnraum. 30 Prozent der Wohnungen seien sozial gefördert, betonte Daniel Hannemann, Vorsitzender der Strenger-Geschäftsleitung.
Zur Anlage gehören Grünbereiche, eine zweigruppige, bilinguale Kindertagesstätte und ein Boule-Platz. Beim Urban Gardening sollen die künftigen Bewohner Kontakte knüpfen können. Für die Wärmeversorgung des Quartiers werde Industrie-Abwärme genutzt, erklärte er.
In seiner Broschüre zum Bauprojekt verweist das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Ludwigsburg bewusst auf die Grenzlage und die unmittelbare Nähe attraktiver Arbeitgeber in der nahe gelegenen Schweiz: Arkadien River Gate Basel/Weil am Rhein heißt es auf der Titelseite. Und weiter: „Grenzüberschreitende Bahn und Bus in fünf Gehminuten erreichbar“ oder „15 Minuten zum Flughafen Basel Mulhouse Freiburg.“ Bilder vom Rhein und Basel schmücken die ersten Seiten des Hefts. Zudem wirbt der Bauträger auch um Käufer für die entstehenden Wohnungen als Investitionsobjekt.
Die Grundsteinlegung selbst folgte einer präzise ausgearbeiteten Dramaturgie. Nach den Reden Hannemanns und Stöckers befüllten die beiden eine Zeitkapsel aus Metall. Zwei Exemplare Weiler Zeitungen finden sich darin, ein Blumenstock vom Kindergarten und eine Polaroid-Aufnahme des Festakts, aber auch eine Strenger-Chronik und Strenger-Wein. Mit pinkfarbenen Bohrern bewaffnet, bewerkstelligten die Protagonisten gemeinsam öffentlichkeitswirksam der Schließung der Zeitkapsel. Im Anschluss wurde diese in den mit dem Strenger-Logo gekennzeichneten Grundstein eingelassen und in einem Kiesloch auf der Baustelle versenkt.
Die Kräne sind weithin sichtbar, und der Verkehr wird bereits seit geraumer Zeit per Einbahnregelung um die Baustelle geleitet. In der Baugrube werden die Dimensionen des Projekts richtig deutlich. Über den Tiefgaragen werden an einigen Stellen bereits die ersten Bodenplatten aufgebracht. Fünf bis sechs Stockwerke haben die Gebäude, die Wohnungen sind 36 bis 115 Quadratmeter groß. Die vielgestaltige Wohnanlage wird in Holz-Hybrid-Bauweise gebaut.
Bei der Grundsteinlegung waren außer Oberbürgermeisterin Stöcker und Daniel Hannemann auch Vertreter der Bau-Partnerfirma Züblin, Vertreter der beteiligten Banken, Architekten und Projektpartner vertreten, ebenso Karl Strenger, der die Strenger Gruppe 1982 ins Leben gerufen hatte und die Idee zu den „Arkadien“-Bauprojekten hatte, die es deutschlandweit gibt. Auch fast alle Fraktionen des Weiler Gemeinderats waren mit einem oder mehreren Vertretern bei der Grundsteinlegung mit dabei.