Die Nachbarschafts-Grundschule Stetten/Boll hat am Freitag im Rahmen eines Frühlingsfestes ihre neue Rektorin vorgestellt.
Taten sagen mehr als Worte. Und Taten stellten am Freitagnachmittag unter Beweis, dass mit Dagmar Hilsenbeck ganz offenbar die richtige Frau für den Schulleitungsposten der Grundschule Stetten/Boll gefunden worden ist. Ganz im Dienst der Belange der Schülerinnen und Schüler sprang die neue Rektorin pragmatisch und lösungsorientiert ihren Schützlingen zur Seite.
Kleine technische Schwierigkeiten machten nämlich eine Verlagerung der Bühne notwendig, und so hielt die neue Schulleiterin das Kamishibai (ein japanisches Erzähltheater) einfach selbst in Sichthöhe, damit die Klasse 3b mit ihrem selbsterdachten Theaterstück glänzen konnte.
Am Freitag fanden das Frühlingsfest und damit der Abschluss der Projektwoche der Schülerinnen und Schüler statt. Es war gleichzeitig der zweite offizielle Arbeitstag der neuen Rektorin Dagmar Hilsenbeck. Diese hatte sich davor schon gut mit dem Kollegium und der Schülerschaft bekannt gemacht. Das Fest bot eine gute Gelegenheit, dies noch bei den Eltern und einer breiten Öffentlichkeit nachzuholen.
Die Neue ist in Stetten daheim
Da Dagmar Hilsenbeck selbst in Stetten wohnt, hat sie die Schulentwicklung schon lange verfolgt und freut sich, wie sie sagt, auf die „tolle Aufgabe“, vor Ort mit dem Kollegium und den Kindern das Schulleben und die Schule zu gestalten. Dabei will sie ganz für die Gemeinschaft, die vor Ort herrscht, eintreten.
Denn die war ihr bei der Ergreifung dieser Chance schon wichtig: „So eine Gemeinschaft wie hier ist wichtig. So was gibt es nur auf einer Dorfschule wie hier.“ Leiterin sein, aber dennoch die Nähe zum Unterricht und den Schülerinnen und Schülern nicht verlieren, dies scheint ihr vor Ort möglich, wie sie im Gespräch erwähnte.
Zehn Jahre lang in Hechingen
Dieser Wunsch entspringt einem großen Erfahrungsschatz, den Dagmar Hilsenbeck mitbringt. Nach Abitur in Hechingen, Studium in Ludwigsburg und Referendariat in Weil der Stadt war sie in Oberndorf am Neckar tätig. Seit 2016 unterrichtete sie, zurück in der Heimat, an der Grundschule Hechingen. Dort war sie auch für die Digitalisierung zuständig. Bis vergangenen Mittwoch war sie dort noch Lehrerin einer dritten Klasse der Außenstelle in Sickingen.
Nun also Schulleitung an der Grundschule Stetten. Mit der Herausforderung „Schulfest“ ist Dagmar Hilsenbeck gleich gut und vor allem pünktlich angekommen. In der Zukunft warten noch größere Aufgaben. Denn die Raumentwicklung und die Digitalisierung vor Ort will sie vorantreiben, um den Kindern das Lernen in der Grundschule Stetten so angenehm wie möglich zu machen.
Raumnot als Herausforderung
Aktuell bereitet die Raumnot arge Schwierigkeiten – für die Rektorin eine der ersten Herausforderungen. Dazu zählt auch der Wegfall der vor der Schließung stehenden Stettener Turnhalle. Gespräche, wie das für die Schülerinnen und Schüler aufgefangen werden kann, finden nach den Osterferien statt. Dagmar Hilsenbeck, die das gute Miteinander vor Ort kennt, zeigt sich zuversichtlich, dass eine gute Lösung gefunden wird.
Nicht minder wichtig ist ihr, die Kooperationen auszubauen, etwa mit örtlichen Vereinen. In Sachen Sport-AGs bietet sich der TSV Stetten an, bei dem sie selbst Kinder- und Jugendtrainerin ist. Aber auch weitere AGs sollen ausgebaut werden, sodass Kinder und Eltern vor Ort bestmögliche Rahmenbedingungen haben.
Dank ans Interimstrio
Ihr Dank bei ihrer Begrüßung galt daher auch ihren Vorgängerinnen, die das Amt zuletzt kommissarisch geleitet und dabei ihre Sache toll gemacht haben: Yvonne Boll, Tatjana Hoffmann und Birgit Maute. Für das Interimstrio gab’s vom Kollegium ein offizielles Dankeschön, für Dagmar Hilsenbeck ein Willkommensgeschenk.
Yvonne Boll führte dann durch das Programm des Frühlingsfestes zum Abschluss der Projektwoche vor großem Familien-Publikum. Mit Tieren hatten sich die einzelnen Klassenstufen die ganze Woche über beschäftigt und vieles über diese und ihre Lebensräume gelernt, was sie nun weitergeben konnten.
So gab’s von der Klasse 3a einen selbst erdachten und choreografierten Biber-Rap serviert, und die Klasse 3b präsentierte ihr Wissen in einem ebenso selbst entworfenen Theaterstück.
Wer noch mehr darüber wissen wollte, was die Schülerinnen und Schüler die ganze Woche über gelernt und gestaltet hatten, war in die Klassenzimmer eingeladen, wo es viele Mitmach-Angebote gab.
Getränke, Kaffee und Kuchen rundeten das Wohlfühl-Angebot ab, sodass die Schulgemeinschaft einen schönen Nachmittag hatte.