Ein aktuelles Bild aus einem Klassenzimmer der Grundschule Marzell: Noch ist die Tafel grün und analog. Das wird sich wohl ändern. Foto: Silke Hartenstein

An der Grundschule Marzell gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Diese waren Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Nachdem die Anschaffung nach der Prüfung des Haushaltsplanentwurfs durch die Kommunalaufsicht zu scheitern drohte, springt nun die Dr. Daniel Schuhmann-Stiftung in die Bresche und spendet 2000 Euro. Zweck der Stiftung mit Sitz in Lörrach ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe.

 

Für die im ersten Haushaltsplanentwurf vorgesehenen 17 000 Euro für drei digitale Tafeln stehen über den Digitalpakt Schule 90 Prozent Bundesförderung in Aussicht, bei Bewilligung der Förderung hätte die Gemeinde also noch 2000 Euro aus eigenen Mitteln ausgeben müssen.

Nach dem Ergebnis der Vorprüfung des Haushaltplanentwurfs 2026 durch die Kommunalaufsicht Ende November indes mussten mit Ausnahme des Neubaus der Bauhofbrücke, der Bereiche Wasser und Abwasser sowie der Ersatzbeschaffung eines Frontmulchers sämtliche für 2026 vorgesehene Investitionen aus dem Haushaltsentwurf gestrichen werden.

Da nun durch die Spende der Stiftung voraussichtlich eine 100-prozentige Finanzierung ohne Belastung des Gemeindehaushalts gewährleistet ist, kann die Anschaffung der digitalen Tafeln wieder in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Die Kommunalaufsicht stimmte dieser Vorgehensweise bereits zu – nun stimmte auch der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend dieser Änderung des Haushaltsplans zu.

Eltern kümmern sich um Schülerbeförderung

Weniger schön für Schüler und Eltern: Bereits in der zweiten Woche fährt der Schülerbus zur Grundschule nicht mehr. Betrieben werde er von einem Kanderner Unternehmen. Dieses sei bislang weder telefonisch noch schriftlich noch per E-Mail erreichbar gewesen, sagte Bürgermeister Mario Singer. Aktuell kümmern sich Eltern um die Schülerbeförderung.

Ab Mitte Dezember wird der Schülerverkehr in das Linienbündel Markgräflerland integriert. Bis dahin, sagte Singer, müsse eine Übergangslösung gefunden werden, etwa indem die Gemeinde einen Kleinbus zur Verfügung stelle und Fahrer suche, die auf ehrenamtlicher oder geringfügig bezahlter Basis den Schülertransport übernehmen wollten.