Einstimmig spricht sich der Verwaltungs- und Kulturausschuss für den neuen Standort der Grundschule im Bestandsgebäude aus.
Von einem „starken Ergebnis“ sprach Oberbürgermeister Jürgen Roth am Mittwochabend im Verwaltungs- und Kulturausschuss des Gemeinderats.
Gemeint war damit das einstimmige Empfehlungsvotum, das soeben gefallen war.
Demnach wird dem Gemeinderat, der final in seiner Sitzung am 7. Mai in der Sache entscheiden soll, nahegelegt, das Bestandsgebäude oben auf der Hallerhöhe für die Nutzung als künftige Grundschule zu sanieren. Hier sollen dann ab dem Schuljahr 2027/2028 die ersten Kinder unterrichtet werden.
„Ein großes Störgefühl“
Bis es soweit ist, sollen die neuen Grundschüler in den Containern unten auf dem Deutenberg-Gelände unterrichtet werden. Die Variante, die Kinder dauerhaft in den Containermodulen zu unterrichten (und damit Geld zu sparen), scheint kein Thema mehr zu sein, wie sich auch schon im Technischen Ausschuss angedeutet hatte.
OB Roth hatte selbst von „gewissen Herausforderungen” gesprochen, die sich ergäben, würde man sich für die Dauer-Containerlösung am Deutenberg entscheiden. Er sagte, dass es auf dem von so vielen Schülern genutzten Schulhof mitunter auch „körperliche Auseinandersetzungen” gebe – und der unter anderem auch deswegen wohl nicht wirklich ein Ort für Grundschüler sei. Eltern hätten deutlich gesagt, dass sie da „ein großes Störgefühl” hätten.
Und auch die künftige Leitung der Grundschule habe signalisiert, dass sie nur eine vorübergehende Containerlösung mittragen würde. Für die „strategische Weiterentwicklung der Grundschule Hallerhöhe“ hielt der OB die Sanierungsvariante nach entsprechender Abwägung letztlich auch selbst doch für besser geeignet.
Das sahen dann auch alle Ausschussmitglieder so. Katharina Hirt (CDU) betonte: „Wir sind auf jeden Fall für die Generalsanierung Hallerhöhe.” In der Containervariante sei auf Dauer kein behütetes Dasein für die Grundschulkinder möglich. Ulrike Heggen (FWV) erklärte für ihre Fraktion ebenfalls Zustimmung zur Sanierungsvariante: „Wir sind uns mehrheitlich einig”, sagte sie.
„Eine Kriminalitätshochburg“
Olaf Barth (AfD) fuhr gleich ganz große Geschütze auf: Der Schulhof am Deutenberg sei eine „Kriminalitätshochburg” und er verstehe, dass Grundschulkinder da nichts zu suchen hätten. Gleichzeitig sollte den Eltern „klar sein, dass das Ganze ein Preisschild hat.” Die Millionen, die die Sanierung des Bestandsgebäudes mehr kostet als die Containerlösung, „werden im Haushalt fehlen.“ Ein Ärgernis sei gewesen, dass der OB auch beim Ortstermin einem regelrechten „Shitstorm“ ausgesetzt gewesen sei, obwohl er doch nur seinem Prüfauftrag nachgekommen sei. Unterm Strich sei „die schönere Lösung” aber eindeutig die Hallerhöhe.
Ulrike Merkle betonte für die Grünen: „Bildung ist für uns nicht verhandelbar.” Für ihre Fraktion seien es ausschließlich bauliche, pädagogische und personelle Kriterien, die sie zu der Entscheidung pro Sanierung bewogen.