Der Elternbeirat der Grundschule Mühlheim warnte vor akutem Platzmangel. Jetzt erklärt Hartmut Walter im Verwaltungsausschuss in Sulz, wie gegengesteuert wird.
Die Situation an der Grundschule Mühlheim hat schon im vergangenen Jahr für regen Diskussionsstoff gesorgt. Der Elternbeirat hatte gewarnt, die stetig steigenden Schülerzahlen würden zu einem absehbaren Platzmangel führen.
Im Gespräch mit unserer Redaktion schilderte Hauptamtsleiter Hartmut Walter im Dezember, man habe „Möglichkeiten im Gebäude, am Gebäude und an einem Gebäude in der Nähe“ im Auge. Genauere Infos könne er jedoch erst im Januar oder Februar bekanntgeben.
Container kosten
Nun ist es soweit. Im Verwaltungsausschuss erklärt er den anwesenden Stadträten, wie man das Problem angehen wolle – und zwar im Obergeschoss. Dort solle nämlich eine nicht tragende Wand entfernt werden, so dass der Platz für einen Klassenraum auch für größere Schülerzahlen ausreiche.
„Auch Container waren im Gespräch“, erläutert er. Doch auf vier Jahre gerechnet wären durch Miete oder Kauf Kosten von rund 200 000 Euro für den städtischen Haushalt entstanden. Da sei die bauliche Lösung im oberen Teil des Gebäudes viel nachhaltiger.
Rettungsweg und Wärmedämmung
Denn die Kindergarten-Bedarfsplanung zeige, dass es momentan einen Engpass bei den lokalen Schülerzahlen gebe – der auch die kommenden drei bis vier Jahre anhalte. Danach werden die Zahlen wieder nach unten gehen.
Doch die Stadt belässt es nicht bei der Vergrößerung der Lernmöglichkeiten im Obergeschoss. Auch sei ein zweiter Rettungsweg am Gebäude geplant. „Für 2027/28 stehen energetische Maßnahmen an der Grundschule an“, führte Walter weiter aus.
Haus über 100 Jahre alt
Man werde also erhebliche Beträge in das Schulhaus investieren. Und wann steht das große Klassenzimmer zur Verfügung? „Das Bauamt muss planen, dann müssen die Aufträge vergeben werden“, spricht Bürgermeister Jens Keucher die zu erledigenden Schritte an.
„Es wird beengt sein, das ist uns klar“, ist sich der Hauptamtsleiter der aktuellen Lage der Schüler bewusst. Schließlich sei das Gebäude Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet worden – unter anderen Rahmenbedingungen. „Wir machen das Beste draus“, ist Walter dennoch optimistisch.
Schulamt ist zufrieden
Denn der Zeitplan für die Umbaumaßnahmen sei so ausgelegt, dass der Klassenraum bis September – also zum Start des neuen Schuljahres 2026/27 – fertiggestellt sein wird.
Und können die Schüler den Unterricht dann im neuen Zimmer wahrnehmen, reichten die Kapazitäten auch für den „Flaschenhals“ der kommenden Jahre. „Das reicht, um die Schülerzahlen abzubilden“, sagt Walter. So sei der Sachverhalt auch mit dem Schulamt abgesprochen.