Die Astrid-Lindberg-Grundschule in Dauchingen hat ein umfangreiches Bildungsangebot. Foto: Rainer Bombardi

Rektorin Kathrin Michl stellte im Gemeinderat die Arbeit der Astrid-Lindgren-Grundschule vor und warb für die Wiedereinführung der Schulsozialarbeit zum Wohl der Kinder.

Im Gemeinderat präsentierte Rektorin Kathrin Michl die Astrid-Lindgren-Grundschule als eine Bildungseinrichtung mit einem umfangreichen Angebot, welches sich aufgrund einer ausgeglichenen Personalsituation optimal umsetzen lässt.

 

Das kontinuierliche Wachstum der Grundschule mit ihren 174 Kindern, die sich auf eine dreizügige erste Klasse und zweizügige Klassen von Jahrgangsstufe zwei bis vier verteilen, führt indes in Verbindung mit den gesetzlichen Herausforderungen zu einer Zunahme der Belastungen.

Michl appellierte deshalb für die Wiederaufnahme und Etablierung der Schulsozialarbeit zum Wohle der Kinder und der Gemeinschaft. Sie bat das Gremium darum, die Finanzierung der Stelle zu ermöglichen und die Stelle für eine Person in der Schulsozialarbeit, die beim ersten Mal unbesetzt blieb, erneut auszuschreiben.

Michl skizzierte die Wiederbesetzung der Fachstelle für Schulsozialarbeit als Basis für die Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Sie führte an, dass eine Fachperson in Schulsozialarbeit zudem bei der Lösung von Problemen und Konfliktsituationen unterstützend und präventiv wirken kann. Nebenbei sei es möglich, die Zusammenarbeit mit den Eltern zu stärken.

Revival von Arbeitsgruppen

Im Bildungsbereich präsentierte Michl eine Grundschule, welche auf den drei Säulen Vermittlung von Fach- und Methodenwissen, der Pflege der Gemeinschaft und der Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung basiert. „Wir bieten in der Schulgemeinschaft Theaterfahrten, gemeinsame Gottesdienste, Schulfeste und vieles mehr an“, beschrieb Michl das von Pädagogin Sabine König an einem Vormittag einmal angebotene Lerncoaching und die an zwei Vormittagen angebotene Lernbegleitung als eine der Besonderheiten der Schule.

Ein Lehrkörper mit zehn Pädagoginnen, zwei Lehramtsanwärterinnen, einer pädagogischen Assistentin, einer Person, die ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert und sieben Mitarbeitende in der Schulkindbetreuung ermöglichten zudem das Revival von Arbeitsgruppen (AG). Bereits im zweiten Jahr gehören AG’s in Sport, Nähen, Medien und Theater zum Angebot, das seit diesem Schuljahr um zehn Unterrichtseinheiten Schwimmunterricht für die dritte Klasse ergänzt wird. Hinzu kommt die in Kooperation mit dem Kindergarten angebotene Sprachförderung.

Bürgermeister Torben Dorn lobte eine herausragende Zusammenarbeit mit einer Schule, bei der entgegen dem Trend alle Stellen besetzt seien. Die Ausschreibung für die Stelle eines Konrektors ist erfolgt. „Wir können uns als Gemeinde glücklich schätzen, eine derartige Schule zu haben“ ergänzte Dorn.

Investitionen machen sich bezahlt

Günter Klotz (UB) war zufrieden, dass die Investition in die nahezu täglich genutzten Tablets sich bezahlt macht. Michl teilte ihm mit, dass sich aufgrund der guten Ausstattung der Schule, der Investitionsbedarf sich auf den Kauf von Bodentischen in Zusammenhang mit dem „Flexiblen Seating“ beschränkt. Mathias Schleicher (CDU) erfuhr, dass die Verkehrserziehung inklusive Prüfung zum Erhalt des Fahrradführerscheins in der vierten Klasse weiterhin zum Standardprogramm der Schule gehört.

Zudem informierte Michl, dass sich die angespannte Verkehrssituation zu den Stoßzeiten aufgrund der Schulkindbetreuung entzerrt habe. „Wenn noch mehr Kinder mit dem Bus zur Schule fahren, wird die Entspannung der Verkehrssituation noch spürbarer“, ergänzte Michl.